Cannabis-Studie

Schweizer Unis suchen Kiffer

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Berlin -

Im Vorfeld des Versuchs, im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie Cannabis in der Schweiz in speziellen Apotheken zu verkaufen, führen die Initiatoren eine Online-Umfrage zum Cannabis-Konsum durch. So soll herausgefunden werden, wer bereit wäre, bei der Studie mitzumachen. Das Interesse ist offenbar groß.

Um zu evaluieren, unter welchen Bedingungen Cannabiskonsumierende sich an einer mehrjährigen Studie zum regulierten Cannabis-Verkauf in Apotheken beteiligen würden, starteten die Universitäten Basel, Bern, Genf und Zürich vor wenigen Tagen eine Online-Befragung. Sie richtet sich an Menschen, die bereits Cannabis konsumieren. Gefragt wird unter anderem nach der Menge, sowie den Gründe und der Form des Konsums, aber auch ob die Teilnehmer bereit wären, für die Dauer der Studie ihren Führerschein abzugeben. Nach Angaben des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern haben sich bereits am ersten Tag mehr als Tausend Menschen an der Befragung beteiligt.

„Wir suchen Konsumenten und Konsumentinnen, die regelmäßig kiffen, aber keinen problematischen Umgang mit der Substanz haben: Freizeitkiffer“, sagte Studienleiter Professor Dr. Matthias Egger, Direktor des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin, der Schweizer Zeitung „Der Bund“. „Denn wir wollen herausfinden, wie sich der Freizeitkonsum von Cannabis besser organisieren lässt und sich der Schaden vermindern lässt“. Die Initiatoren der Studie gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass der Staat das Kiffen nicht unterbinden kann, stuft den Verkauf auf Schwarzmärkten allerdings als problematisch ein. „Wir wollen wissen, was geschieht, wenn die Leute eine Alternative zum Schwarzmarkt haben“, sagte er.

Die Ergebnisse der anonymen Online-Umfrage sollen in die Erarbeitung der Projekte einfließen. Die Online-Befragung läuft noch bis zum 21. Dezember. Die Ergebnisse solle im Frühjahr 2017 veröffentlicht werden. Stimmen die Gremien in den betroffenen Städten und Kantonen zu und hat auch die nationale Ethikkommission Stellung genommen, dann wollen die Verantwortlichen beim Bundesamt für Gesundheit eine Ausnahmebewilligung für ein wissenschaftliches Forschungsprojekt stellen.

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