Aufzahlungen: Generika überholen Altoriginale

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Eigentlich gehört es für Generikahersteller zum Pflichtprogramm, den Marktpreis zu halten. Nur bei Festbetragsanpassungen kam es daher in der Vergangenheit gelegentlich vor, dass die Patienten vorübergehend in die eigene Tasche greifen mussten, etwa weil ein Hersteller neue Preise nicht rechtzeitig gemeldet hatte. Nach 14 Tagen folgte in vielen Fällen eine Anpassung der Preise. Aber die Generikahersteller gehen nicht mehr bei jeder Festbetragsrunde mit.

Die ersten Festbeträge traten am 1. September 1989 für zehn Wirkstoffe in Kraft. Alleine bis 2009 hatten die Kassen 36,4 Milliarden Euro nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes durch Festbetragsgruppen eingespart. Während die Kassen die Preisspirale feiern, klagen die Hersteller über den Schraubstock aus verschiedenen Maßnahmen.

Nicht nur in den Apotheken sorgen die Diskussion mit den Versicherten – aus Sicht der Kassen originäre Aufgabe der Pharmazeuten – für Ärger. Kritik gibt es mittlerweile auch von Verbraucherschützern, die zwar die Festbeträge als Steuerungsinstrument nicht in Frage stellen. „Was aber gar nicht geht, sind Fälle, bei denen Patienten Aufzahlungen leisten müssen“, sagt Kai Vogel, Gesundheitsexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV).

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