Die Pillenkritiker der Warentester

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Werden Produktgruppen in ein neues Prüfprogramm aufgenommen, kommt bei Warentest zunächst ein Fachbeirat zusammen, dem Verbraucherschützer sowie Vertreter aus Wissenschaft und Markt angehören. Sie besprechen, wie ein Test aussehen könnte und welche Erfahrungswerte es gibt. Bei Arzneimitteln steht der Ablauf dagegen seit langem fest; hier erhalten die Hersteller auch vor Veröffentlichung keine Möglichkeit zur Stellungnahme. Der Grund: Anders als bei anderen Produktgruppen werden keine Messwerte erhoben, sondern öffentlich zugängliche Studien ausgewertet und Bewertungen vorgenommen.

Mit der Erstellung des Gutachtens werden Experten beauftragt. Je nach Fachgebiet kann Warentest im Arzneimittelbereich aus einem Kreis von knapp 50 Ärzten und Apothekern auswählen; auch Mitarbeiter des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und von Kassen machen mit. Die Prüfer stehen während ihrer Untersuchungen in Kontakt, am Ende müssen sie zu einem „konsensualen Urteil“ kommen. Dabei habe es jedoch noch nie ein Problem gegeben, wie Sauer erklärt.

Das Schlussgutachten erstellt dann im Auftrag von Warentest die Firma Pharmafacts. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin und Büro in Freiburg gehört Glaeske und Professor Dr. Bertram Häussler, Honorarprofessor der TU Berlin für „Ökonomik der pharmazeutischen Industrie“ sowie Vorsitzender des IGES-Instituts und diverser anderer Beratungsfirmen.

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