Berlin -

Die Werbung übertreibt gern und selbst Blogs und Foren sind mittlerweile von gekauften Einträgen unterwandert. Deshalb ist es gut, wenn man vor einer größeren oder auch kleineren Anschaffung einen unabhängigen Rat einholen kann. Die meisten von uns vertrauen auf das Urteil von Stiftung Warentest, zu Recht. Dass das Image der Verbraucherschützer zuletzt etwas gelitten hat, unterstreicht die Bedeutung der Stiftung. Ein Kommentar von Alexander Müller.

Die Testergebnisse sind für die Hersteller von immenser Bedeutung. Die Prädikate „sehr gut“ oder „Testsieger“ werden in der Werbung genutzt und können den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz bringen. Ein „mangelhaft“ auf der anderen Seite oder die Warnung vor möglichen Gesundheitsgefahren kann ein Produkt vernichten und die Herstellerfirma in ernste Schwierigkeiten bringen. Mit Abstrichen gilt dasselbe für Öko-Test.

Auch die Apotheker werden in regelmäßigen Abständen von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Dabei geht es nicht um Grenzwerte von Inhaltsstoffen, sondern meist um die Beratung zu Wechselwirkungen, den Service und den Preis des Warenkorbs. Einmal wurden sogar Versandapotheken mit Mitgliedern von Apothekenkooperationen verglichen.

Während die Kindersitze, Matratzen oder Haushaltsgeräte nach wissenschaftlichen Kriterien im Labor untersucht werden, kranken die Apothekentests an meist recht kleinen Stichproben und relativ weichen Faktoren. Selbst der Preisvergleich ist sehr tagesform- und produktabhängig und hat damit wenig Aussagekraft.

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