Teddy und Giftfrosch in der Apotheke

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Berlin -

Eine Apotheke ist stolz auf ihr neues Teammitglied und zahlt ihm auch ordentliches Geld. Doch den Kontakt mit Kunden hält der Besitzer für viel zu gefährlich. Was es mit dieser seltsamen Geschichte auf sich hat, erfahren Sie auf unserer Rundreise durch die Apothekenlande.

Medizin für kleine Stofflieblinge: Vom 12. bis 15. Juni eröffnete wieder das Teddybärkrankenhaus auf dem Schlossplatz im westfälischen Münster. Dafür schlugen Medizin- und Pharmaziestudenten eine gemeinsame Zeltstadt auf. Geschätzte 2000 Kindergartenkinder ließen ihre kranken Kuscheltiere von den „Dr. Teds“ verarzten, die Medikamente zur Rekonvaleszenz erhielten sie in der angeschlossenen Klinikapotheke.

Die Idee stammt ursprünglich aus Schweden. „Wir machen das, um den Kindern die Angst vor Arztbesuchen zu nehmen“, erzählt Mitorganisatorin Linda Ziegler. Die Kinder schlüpften in die Rolle der „Eltern“ und lernten, dass eine Spritze harmlos ist und auch ein Verband nicht wehtut. In der Sprechstunde unterzogen sich die Patienten einer eingehenden Untersuchung. Von Armbruch über Lungenentzündung, Windpocken und Diabetes wurde so ziemlich jede Wehwehchen diagnostiziert. Assistiert von den Kindern machten sich die Dr. Teds an die Arbeit. Da wurden Augen wieder angenäht, gebrochene Schwänze geschient oder Arme und Beine verbunden.

Seit ein paar Jahren hat sich das Teddybärkrankenhaus in ein komplettes medizinisches Versorgungszentrum verwandelt. So ging es nach der Sprechstunde wie im wirklichen Leben direkt in die Apotheke. Als Medizin für die Stoffpatienten gab es dort Wärmflaschen, Äpfel oder Tees zu erstehen. Ob die Mittel wirklich zur Behandlung eingesetzt wurden oder nicht eher in den Mägen der kleinen Teddyeltern landeten, konnte nicht verifiziert werden.

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