NDR Visite: Nutzen von Schmerzsalben

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Berlin - Frei verkäufliche Salben wie Diclofenac oder Ibuprofen sollen bei Schmerzen an Gelenken und Muskeln helfen. Laut Studien ist die Wirksamkeit jedoch nicht immer gegeben. Das Gesundheitsmagazin „Visite“ widmet sich heute ab 20.15 Uhr dem Thema und klärt die Frage nach der Wirksamkeit von topischen NSAID in Salben und Gelen.

Das Gesundheitsmagazin beschäftigt sich in der heutigen Ausgabe unter anderem mit der Wirksamkeit von Schmerzsalben. Die Wirkstoffe Diclofenac und Ibuprofen sollen entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Durch Gelformulierungen können die Dermatika zusätzlich kühlend wirken.

Das Gesundheitsmagazin erklärt, dass die dermale Anwendung zwar weniger Nebenwirkungen als orale Darreichungsformen hat, die Wirksamkeit jedoch geringer ausfallen kann. „Visite“ beruft sich auf eine Studie, laut der die Wirksamkeit in größeren Gelenken und tieferem Gewebe unzureichend ist. Dort würden sich die Wirkstoffe nicht in ausreichender Konzentration anreichern. Auch ein Vergleich zwischen chemischen und pflanzlichen Therapieoptionen wird thematisiert: Neben Zubereitungen mit NSAID stehen dem Patienten Salben mit Beinwell und Arnika zu Verfügung. Zuletzt klärt das Magazin die Frage, wann Wärme in Form von Pflastern oder Cremes eine geeignete Variante zur Schmerzlinderung sein könnte.

Topische Formulierungen sollen allgemein den Vorteil haben, dass die Wirkstoffe deutlich niedrigere Konzentrationen im Blut erreichen – somit sollen bei korrekter Anwendung keine systemischen Nebenwirkungen auftreten. Die sauren Wirkstoffe Diclofenac und Ibuprofen können sich besonders gut im entzündeten Gewebe anreichern. Lokale Nebenwirkungen, wie Rötungen oder Reizungen, sind möglich. Die Wirksamkeit ist bis heute umstritten, viele Autoren sprechen von einem Placeboeffekt. In den letzten Jahren konnten einige Studien für Diclofenac, Ibuprofen und Ketoprofen eine signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo zeigen.

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