Cannabis

Modellprojekt: Bald Hanf in Kölner Apotheken? APOTHEKE ADHOC, 14.03.2018 09:13 Uhr

Berlin - Immer wieder versuchen Städte, Bezirke oder Forschungsinitiativen Modellprojekte zur kontrollierten Abgabe von Hanf durchzusetzen – bislang ohne Erfolg. Zuletzt wurde der Antrag der Stadt Münster vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) abgelehnt, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf stieg danach freiwillig aus. Nun will es Köln wagen: Die Bezirksvertretung stimmte mehrheitlich für einen Modellversuch in der Innenstadt im Rahmen einer Studie.

Stadtteilpolitiker der Grünen, FDP, Linken, Deine Freunde und der Ratsgruppe Gut haben kürzlich in einer Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis gestimmt. Die Verwaltung soll beim BfArM gemäß § 3 Abs. 2 des Betäubungsmittelgesetz (BtMG) eine Ausnahmegenehmigung für wissenschaftliche oder andere im öffentlichen Interesse liegende Zwecke beantragen. Dabei sollen registrierte Teilnehmer Cannabis legal erwerben können. Im Rahmen dieser Studie soll die Auswirkung von legalem Cannabis auf die Stadtgesellschaft erforscht werden. Die Konsumenten sollen den Hanf über bestimmte lizensierte Kölner Apotheken erhalten.

Zudem soll zur Ausarbeitung des Antrags ein Fachtag mit Suchthilfeträgern, Drogenexperten, der Polizei und Fachpolitikern einberufen werden. Offene rechtliche Fragen in Bezug auf mögliche Betreiber in Apotheken, deren Beschaffungsmöglichkeiten, sowie zur Gewährleistung des wissenschaftlichen oder öffentlichen Interesses sollen geklärt werden. Geeignete Forschungsstellen sollen dies begleitend ermöglichen.

Wenn die Ausnahmegenehmigung erteilt wurde, soll die Verwaltung den Rat der Stadt Köln auffordern, die nötigen Schritte einzuleiten, um durch eine kontrollierte Abgabe von Cannabisprodukten in lizenzierten Abgabestellen den negativen Auswirkungen des Verbots und des dadurch entstehenden Schwarzmarkts entgegen zu treten.

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