Homöopathie-Kritiker wollen ärztliche Zusatzbezeichnung kippen

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Berlin - Kritiker der Homöopathie verlangen, die ärztliche Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ zu streichen. Mit einer solchen Zusatzbezeichnung für Ärzte werde das Patientenvertrauen untergraben. Denn der Titel gebe der homöopathischen Lehre den Anstrich wissenschaftlicher Seriosität.

Tatsächlich handele es sich aber um eine „esoterische Heilslehre“, erklärten die Kritiker rund um die Münsteraner Medizinethikerin Professor Dr. Bettina Schöne-Seifert. Die Kritikergruppe möchte, dass beim Ärztetag in Erfurt vom 8. bis 11. Mai die Weiterbildungsordnung so geändert wird, dass die Zusatzbezeichnung nicht mehr vergeben wird.

Der Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) wies den Vorstoß zurück. Die Nachfrage nach ärztlicher Homöopathie sei in den vergangenen 20 Jahren enorm gestiegen, sagte die Verbandsvorsitzende Cornelia Bajic. „Mit Blick auf die Qualitätssicherung und die Patientensicherheit ist die Zusatzbezeichnung Homöopathie ein Garant für eine gute und sichere Versorgung der Patienten. Darüber hinaus ist die Homöopathie im SGB V rechtlich verankert. Die mit der Bundesärztekammer eng abgestimmten Lehrinhalte gewährleisten eine kompetente Behandlung der Patienten“, so Bajic.

Die ärztliche Homöopathie sei wirksam und evidenzbasiert, heißt es weiter vom Zentralverein. Das sei durch zahlreiche Studien belegt. „In ärztlicher Hand ist sie ein wichtiger Bestandteil einer Integrativen Medizin, die das Beste aus der konventionellen Medizin und der ärztlichen Homöopathie zum Wohle des Patienten verbindet“, erklärt Bajic.

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APOTHEKE ADHOC Debatte

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