Klinikmitarbeiter: Covid-19 und auf Station

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Pfleger beschreiben die Situation als unzumutbar

Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken sind nicht nur in den Apotheken knapp. Auch die Krankenhäuser verfügen immer seltener über ausreichende Mengen an Hilfsmitteln. Der Bundesverband der Deutschen Krankenhausapotheker (ADKA) bestätigt die zahlreichen Diebstähle in den Krankenhäusern und appelliert an die Vernunft der Bürger. „Zum Teil wurden die Desinfektionsmittelspender komplett aus der Wand gerissen. Auch von einem Lagereinbruch wurde mir berichtet“, so Geschäftsführer Rudolf Bernard.

Zuletzt wurde von einem Diebstahl aus einer Klinik in Hamm berichtet: Rund 750 OP-Masken und 200 Atemschutzmasken haben Unbekannte gestohlen. Außerdem seien etwa 100 Flaschen Desinfektionsmittel sowie Desinfektionstücher mitgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Gegenstände seien zwischen Montag und Dienstag verschwunden. Vor zwei Tagen waren bereits 50.000 Atemschutzmasken in Kölner Kliniken gestohlen worden. Nach Angaben der Stadt sollen nun alle Krankenhäuser angewiesen worden sein, täglich den Bestand zu kontrollieren.

Das Schlimmste ist vorbei

„Das Schlimmste ist vorbei“, sagte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), mit Blick auf die Versorgung von Krankenhäusern mit Schutzausrüstung. Die Versorgung werde jetzt „keines der primären Probleme mehr darstellen“. Die Hamsterkäufe seien ausgestanden. Bis zuletzt habe allerdings die Gefahr bestanden, dass die Praxen „leerlaufen“. Die Ärzte bräuchten dringend das Material, sonst drohten Schließungen. Wie viele Masken heute geliefert und verteilt werden, sagte Gassen nicht.

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