„Krisenhelfer Covid-19 gesucht“: Uni startet Helferportal für Studenten | APOTHEKE ADHOC
Lehrbetrieb wird digital

„Krisenhelfer Covid-19 gesucht“: Uni startet Helferportal für Studenten

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Berlin -

Hunderte Medizinstudenten der Frankfurter Goethe-Universität wollen bei der Bewältigung der Corona-Krise mithelfen. Bis zum Wochenende haben sich nach Angaben der Hochschule 1180 Studierende freiwillig als Krisenhelfer gemeldet. Unterdessen bereiten die Universitäten sich auf ein Semester mit leeren Hörsälen vor.

Der Fachbereich Medizin der Goethe-Universität und das Universitätsklinikum hatten vor rund einer Woche das neue Wahlfach „Covid-19“ ins Leben gerufen. Daraus ergebe sich eine Win-Win-Situation, teilte die Hochschule mit: Die Studierenden „sammeln wertvolle Praxiserfahrungen im Medizinstudium und helfen gleichzeitig, die Krankenversorgung des Universitätsklinikums zu unterstützen“.

Um teilzunehmen, müssen sich Studierende im Online-Portal „Krisenhelfer Covid-19 gesucht“ registrieren. Das Universitätsklinikum meldet seinen aktuellen Bedarf dem Studiendekanat, das dann die Studierenden einteilt. Wo die Studentinnen und Studenten genau mithelfen können, hängt von deren Vorwissen und Qualifikationen ab. „Manche von ihnen verfügen auch über Ausbildungen etwa in der Pflege oder im Rettungsdienst. Mit diesen Erfahrungen können sie in unterschiedlichen Bereichen des Universitätsklinikums wertvolle Unterstützung leisten“, erklärte Initiator Prof. Robert Sader. Die Unin stellt allerdings auf dem Portal klar, dass der Kriseneinsatz nicht von Pflichtterminen im Studium entbindet: „Sobald wieder Vorlesungen beginnen und damit auch die Pflichttermine, für die Sie eingeteilt sind, ist Ihr Einsatz zu beenden, es sei denn, Sie möchten diesen freiwillig weiterführen und dafür auf Vorlesungen verzichten. Bei Terminen mit Präsenzpflicht sind Sie von dem Einsatz unverzüglich abzuziehen beziehungsweise für die Dauer der Präsenzpflicht vom Einsatz freizustellen.“ Eine Anrechnung des Einsatzes als Studienleistung sei nur dann möglich, wenn der Student für die Leistung nicht bezahlt wird.

Eigentlich hätte das Semester regulär am 1. April starten sollen, aber wegen der Corona-Einschränkungen können die meisten Veranstaltungen nicht stattfinden. In Frankfurt ist sich die Uni der Sorgen ihrer Studierenden deshalb bewusst. „Leider können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wie lange die Schließung der Universitäten durch das Land Hessen noch andauert. Wir kennen Ihre Ängste und Sorgen und bemühen uns, Äquivalenzleistungen sowie digitalen Unterricht zur Verfügung zu stellen.“ Auch anderenorts gehen Unis und andere Hochschulen deshalb neue Wege. So bereiten sich die beiden Universitäten und andere Hochschulen in Sachsen-Anhalt wegen der Corona-Einschränkungen auf digitale Veranstaltungen vor. So soll an der Uni Magdeburg das digitale Sommersemester bereits Anfang April starten. „Die Vorbereitungen für die digitale Lehre laufen auf Hochtouren“, heißt es von der Universität Halle.

An der Hochschule Magdeburg-Stendal soll ab dem 6. April ein Online-Probebetrieb starten. Studierende und Lehrende sollen neben bewährten auch neue Software-Lösungen testen und die jeweils passendste Form herausfinden. Für die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle gibt es jedoch eine spezielle Herausforderung. „Da für viele Studiengänge die Zugänge zu Werkstätten und Ateliers Voraussetzungen für die Umsetzung des Studiums sind, lässt sich nicht gleichermaßen alles ins Digitale übertragen“, teilte die Hochschule mit. Dennoch werde auch an digitalen Lehrmöglichkeiten gearbeitet.

Vor offenen Fragen stehen viele der Institutionen beim Thema Prüfungen. Die meisten Präsenzprüfungen sind den Angaben zufolge abgesagt worden. Die Uni Magdeburg teilte mit, dass insbesondere die mündlichen Teile wichtiger Abschlussprüfungen „unter Abwägung aller Umstände“ und den erforderlichen Hygiene-Regeln in Einzelfällen durchgeführt werden können. Andere Institutionen lassen diese Prüfungen auch online stattfinden.

Gemessen an der Studierendenzahl sind die beliebtesten Studiengänge von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. An der Uni Magdeburg etwa sind dies den Angaben zufolge Humanmedizin, Psychologie und BWL. In Halle sind die meisten Studenten in den Fächern Jura, Medizin und den Lehramtsstudiengängen Gymnasium eingeschrieben.

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