BMG dankt Apotheken – und sorgt für Diskussionen

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Berlin -

Via Facebook und Twitter bedankte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei Apothekern und PTA für deren besondere Leistungen in der Corona-Krise: „Das #Coronavirus stellt unser Gesundheitssystem derzeit vor große Herausforderungen. Für die tägliche Sicherung unserer Arzneimittelversorgung sagen wir vielen Dank an alle Apothekerinnen und Apotheker sowie an alle pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten!“ Darüber freuten sich nicht alle der 766 Kommentatoren. Einige mit anderen Berufen fühlten sich vergessen. Andere appellierten an den Gemeinsinn aller Bürger. Es gab eine muntere Diskussion – und über 5000 Likes.

„Apothekerinnen und Apotheker sowie pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten sorgen täglich dafür, dass wir Medikamente bekommen, wenn wir sie brauchen. Vielen herzlichen Dank für Ihren Einsatz in den Apotheken“, postete das BMG auf Facebook. „Wir sollten mal anfangen, alle wertzuschätzen, die durch ihr Tun uns das Leben so angenehm gestalten, ob im Transport, Technik, Lehrer, etc. Es ist an der Zeit, insgesamt eine solidarischere Gesellschaft zu werden“, hält eine Nutzerin den Dank für zu kurz gesprungen.

„Und zum Dank stehen wir dann vor leeren Regalen im Supermarkt. Denn wir können nicht den ganzen Tag in diverse Geschäfte gehen, wie es viele andere jetzt tun. Und am Ende bleibt es wie immer. Keine Neueinstellungen in der Pflege wegen Sparmaßnahmen, keine familienfreundlicheren Arbeitszeiten und auch keine bessere Vergütung. Also vielen Dank für gar nichts“, reagiert offenbar ein Apothekenmitarbeiter darauf.

Und auch eine andere Kommentatorin ist nicht ganz zufrieden: „Bitte danken Sie auch den zahlreichen Handwerkern, die weiterhin beim Kunden in Wohnungen im Einsatz sind, dort z.B. Waschbecken montieren und sich nicht sofort die Hände waschen können oder keine Möglichkeit haben z.B. im Bad des Mieters zu lüften. Viele haben keine Masken oder Desinfektionsmittel.“

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