In der Not Gutes tun

5000 Euro mit Münsteraner Mundschutz Alexandra Negt, 25.06.2020 14:29 Uhr

Berlin - Apothekerin Sylke Bergmann war über den Betrag, den ihre Apotheke durch den Verkauf von individuellen Masken erzielt hatte, selbst überrascht. 5000 Euro wurden eingenommen und konnten gespendet werden. Zu Beginn der Pandemie kam sie auf die Idee, ganz nach dem Motto: „Warum nicht die Not zur Tugend machen und gleichzeitig etwas Gutes tun?“ Den Gesamtbetrag teilte sie auf zwei Spenden auf, die eine Hälfte stellte sie der Bahnhofshilfe zu Verfügung.

Bergmann wollte, nachdem sie erfahren hatte, dass die Bahnhofsmission Corona-bedingt umziehen musste, helfen. „Ich weiß ja, dass das Projekt der Caritas größtenteils spendenfinanziert ist“, erzählt sie. Nach kurzer Überlegung kam ihr die Idee, dass sie mit dem Verkauf von Masken Spendenbeträge einnehmen könnte. Sie wollte aber keine unifarbenen Standard-Masken verkaufen. Nach dem Motto „Münsterkind für Münsterkind“ orderte die Apothekerin unterschiedliche Modelle mit lokalem Bezug. Zur Auswahl standen mehrere Motive, darunter auch ein Mund-Nasen-Schutz mit Aufdruck des Schriftzuges „Münsterkind“ inklusive Fernsehturm und ein Modell mit seitlich aufgedrucktem Münsteraner Wappen in den zugehörigen Farben.

Ende März war die Situation in den meisten Apotheken dieselbe. Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken waren restlos ausverkauft. Über den Großhandel konnte kein Nachschub mehr geordert werden. Apothekern blieb nichts anderes übrig, als abseits der bekannten Hersteller wie Hartmann & Co. auf die Suche nach Masken zu gehen. „Ein Unternehmen war schnell gefunden und so konnte die Produktion rasch begonnen werden“, erinnert sich Bergmann. Genauso wie andere Apotheken auch stellte Bergmann mit ihrem Team Desinfektionsmittel her und hielt die Stellung hinter Plexiglas. Nicht immer seien die vergangenen Wochen leicht gewesen, erzählt die Inhaberin, aber gemeinsam mit ihrem Team habe sie das Beste aus der Situation gemacht. Umso mehr freute sich die gesamte Belegschaft, als der Erlös des Maskenverkaufs feststand: 5000 Euro konnten gespendet werden.

„Wichtig ist es in der Krise auch auf andere zu schauen und in schlechten Zeiten zusammenzuhalten. Es war mir ein Anliegen, lokal zu spenden, und es ist großartig, dass wir so viel Geld zusammen bekommen haben“, freut sich Bergmann. Bei der Übergabe der Spende waren auch die diensthabenden Mitarbeiter der Bahnhofsmission sichtlich erfreut. „Ohne die Spenden könnten wir den täglichen Betrieb so in der Form gar nicht aufrechterhalten“, berichtet eine Mitarbeiterin. „Wir sind so dankbar für alle, die uns wahrnehmen und helfen wollen. Wir wissen die Unterstützung der Münsteraner sehr zu schätzen. Die großzügige Spende der Magareten-Apotheke zeigt uns, dass wir mit unserer ‚Mission‘ nicht alleine sind und dass wir Münsterkinder am Ende doch irgendwie zusammenhalten. Das motiviert uns und hilft uns weiter zu machen.“

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