Zur Rose macht in Hamburg dicht

, Uhr aktualisiert am 21.08.2019 10:20 Uhr

Wichtigster Markt und Wachstumstreiber bleibt Deutschland: Hierzulande setzte die Gruppe inklusive Medpex 481 Millionen Franken um (plus 41 Prozent, plus 46 Prozent in Lokalwährung). In der Bilanz stehen dagegen 377 Millionen Franken, ein Plus von 11 Prozent beziehungsweise 13 Prozent in Euro. Zum Jahresende könnte es daher ein böses Erwachen geben, denn rückwirkend können die Umsätze nicht konsolidiert werden. Dafür kann sich Zur Rose im kommenden Jahr dann erneut über gigantische Zuwächse freuen.

In der Schweiz bleibt das Geschäft mit den Ärzten der wichtigste Treiber (210 Millionen Franken), auch wenn regulatorisch bedingte Preissenkungen für einen Dämpfer sorgten. Das Versandgeschäft an Endkunden war leicht rückläufig (63 Millionen Franken). Insgesamt wurden im Heimatmarkt also rund 273 Millionen Franken umgesetzt. Andere Länder steuerten 18 Millionen Franken bei. Beim Unternehmensergebnis ist die Gruppe immer noch tief in den roten Zahlen: Der Verlust lag in den ersten sechs Monaten bei rund 17,1 Millionen Franken nach 17,6 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum.

Zufrieden ist das Management mit den Gesetzesinitiativen in Deutschland, insbesondere mit der Einführung des E-Rezepts. Als größte Versandapotheke Europas werde man diesen „Meilenstein“ für das eigene Geschäftsmodell nutzen. So erwarte man in den kommenden Jahren eine deutliche Steigerung des Versandmarktanteils im Rx-Bereich von derzeit 1,3 Prozent.

Aus diesem Grund habe man auch die Firma Ehealth-Tec komplett übernommen. „Im Rahmen von strategischen Partnerschaften setzt Ehealth-Tec bereits erste E-Rezept-Pilotprojekte mit Krankenkassen, dem Smart-Home-Projekt der AOK Sachsen-Anhalt und des Immobilienunternehmens WGF sowie demnächst mit dem Spitzenverband der Fachärzte Deutschlands (SpiFa) in der Praxis um. Das erworbene technische Know-how ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Entwicklung des Gesundheits-Öko-systems von Zur Rose.“

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