„Wir rennen alle für unser Geld“

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Zürich - DocMorris, das ist für viele der freche, hippe Angreifer, der mit einer ordentlichen Portion Chuzpe gegen tradierte Strukturen im deutschen Apothekenmarkt kämpft. So inszeniert sich auch das Management, doch bei der Hauptversammlung des Mutterkonzerns Zur Rose konnte man sehen, dass auch intern erst noch ein Identitätswechsel bewältigt werden muss.

Anfang der 90er-Jahre gegründet, war Zur Rose für viele beteiligte Ärzte ein Modell, um mit dem Verkauf von Medikamenten via Selbstdispensation oder Versandhandel das eigene Auskommen aufzubessern. Eine Genossenschaft gewissermaßen, die mehr und mehr in das Terrain der Apotheker vordrang.

Viele der „Veteranen“ halten dem Unternehmen noch heute die Treue, auch wenn weder Revolution noch Disruption ihr Thema ist. Überraschend gut besucht war daher am Donnerstag die Generalversammlung: Mehr als 300 Aktionäre hatten sich – zur Hälfte per Bahn, wie in einer Probeabstimmung festgestellt wurde – auf den Weg ins Marriott-Hotel in Zürich gemacht. Nicht nur der hohe Altersdurchschnitt war bezeichnend; beinahe war Verwaltungsratspräsident Stefan Feuerstein der einzige im Konferenzsaal, der nicht Schwyzerdütsch sprach.

Der bemühte sich nach Kräften, sowohl jenen Besuchern gerecht zu werden, die Zur Rose als ihr Unternehmen betrachten, als auch jenen, denen es mittlerweile tatsächlich gehört. Im Grunde waren nur einige wenige Stimmzettel wichtig, die meisten Teilnehmer hätten genauso gut einen entspannten Tag in der Altstadt verbringen können. Darauf wies auch gleich der erste Redner hin.

Noch von der Premiere im vergangenen Jahr dürfte Feuerstein gewusst haben, welche Themen den Kleinaktionären wichtig erscheinen. Warum man denn dabei bleiben solle, wenn man ohnehin nichts mehr zu sagen habe? Warum das Management eigentlich so viel verdiene? Und warum man aus dem Gewinn – gemeint war der durch Kapitalmaßnahmen bilanziell kompensierte operative Verlust – nicht doch eine Dividende ausschütten könne?

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