80 Mitarbeiter betroffen

Zur Rose macht in Hamburg dicht

, Uhr aktualisiert am 21.08.2019 10:20 Uhr
Berlin -

Die Hiobsbotschaft kam nach Börsenschluss: Am gestrigen Abend wurde das Team von Apo-Rot im Hamburg darüber informiert, dass der Standort stillgelegt wird. 80 Mitarbeiter sind betroffen. Gegenüber den Aktionären wird die Maßnahme unter dem Motto „beschleunigte Integration“ verkauft. Damit dürften insgesamt zwischen 260 und 450 Jobs in Deutschland der Übernahme zum Opfer gefallen sein. In den kommunizierten Umsatzzahlen für das erste Halbjahr ist Medpex eine feste Größe – obwohl die Übernahme finanztechnisch immer noch nicht abgeschlossen ist und der Versender aus Ludwigshafen damit noch nicht konsolidiert werden kann.

Zur Rose hatte Apo-Rot im Mai 2018 übernommen. Der Versand wurde wenig später nach Heerlen verlegt; das Auslandsgeschäft wiederum wurde in Halle/Saale abgewickelt und vor kurzem weitgehend eingestellt. Die Bereiche Marketing, Service und IT sollten dagegen nach der ursprünglichen Ankündigung in Hamburg bleiben.

Doch nun sollen auch die Abteilungen in Heerlen gebündelt werden, um „weitere Synergien zu realisieren“. Daher wird der Standort in Hamburg zum Jahresende stillgelegt. Rund 80 Mitarbeiter sind betroffen; ihr Arbeitgeber hat „freiwillig und aus sozialer Verantwortung heraus sozial verträgliche Lösungen in Form von Abfindungsangeboten entwickelt, in denen die Interessen der Mitarbeitenden angemessen berücksichtigt werden“. Das Management rechnet mit Kosten zwischen 1,5 bis 2 Millionen Franken.

Allmählich können sich die Mitarbeiter an den anderen Standorten von Zur Rose wohl ausrechnen, wie es um ihren Job bestellt ist. In Heerlen wurde nach Firmenangaben gerade „termin- und kostengerecht“ die neue Halle für die Logistikerweiterung fertiggestellt; nun wird mit dem Innenausbau und der Installation der Anlagen begonnen. Die vollständige Inbetriebnahme des neuen Distributionszentrums ist zwar erst im Laufe des Jahres 2021 geplant; allerdings werde geprüft, „ob bereits 2020 und damit früher als geplant die Logistikaktivitäten weiterer Gesellschaften nach Heerlen überführt werden können, um Effizienzsteigerungen zu erzielen.“

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