Versandapotheken

Zur Rose: Wo bleibt Medpex?

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Berlin -

Medpex war im vergangenen Jahr die zweite große Übernahme von Zur Rose. Doch die schweizerische Gruppe kann den Versender aus Ludwigshafen noch immer nicht konsolidieren – und weist daher für das erste Quartal nur mageres Wachstum aus.

Unter Einrechnung des Umsatzes von Medpex könnte Zur Rose ein Umsatzplus von 28 Prozent vorweisen, das entspricht 381 Millionen Franken. Alleine in Deutschland wäre der Umsatz in Lokalwährung sogar um 46 Prozent auf 213 Millionen Euro gewachsen. Insbesondere das Versandgeschäft von Medpex entwickelte sich laut Zur Rose mit einer Steigerung von 21 Prozent nämlich sehr erfreulich.

Allerdings ist das Herauslösen des Versandgeschäfts aus der Stifts-Apotheke – Zur Rose konnte wegen des Fremdbesitzverbots nur mehrere Kapitalgesellschaften um den Apothekenbetrieb herum übernehmen – noch nicht abgeschlossen, sodass im ersten Quartal noch keine Umsätze von Medpex konsolidiert werden konnten.

Und so kann Zur Rose nur ein Umsatzplus von 13 Prozent aufweisen, das entspricht Erlösen von 165 Millionen Euro. In der Schweiz stieg der Umsatz nur um 3,6 Prozent auf 132 Millionen Franken; hier standen einem Neukundenzuwachs im Ärztegeschäft regulatorisch bedingte Preissenkungen vor allem bei höherpreisigen Medikamenten im Specialty Care-Bereich gegenüber.

Knapp 8 Millionen Franken steuert Promofarma bei; mit dem Markplatzmodell ist es der Gruppe nach eigenen Angaben gelungen, ihr Geschäftsmodell strategisch zu ergänzen und die Internationalisierung in europäischen Kernmärkten voranzutreiben. Das Umsatzwachstum von 40 Prozent beweist laut Management das Potenzial dieses Geschäftsmodells. Parallel zur Integration der französischen Plattform Doctipharma in Promofarma laufen derzeit die Vorbereitungen für den Rollout im zweiten Quartal in Italien, wo die Gruppe bereits erste Partnerapotheken gewinnen konnte.

Insgesamt stieg der Umsatz um 10 Prozent auf 327 Millionen Franken. Inklusive Medpex könnte Zur Rose einen Umsatz von 381 Millionen Franken ausweisen, ein Plus von 28 Prozent.

Medpex wurde im Herbst 2018 übernommen. Der Versandhändler ist die Nummer 3 am Markt. Der Fokus von Medpex liegt auf rezeptfreien Medikamenten sowie ausgewählter apothekenexklusiver Kosmetik. Im Geschäftsjahr 2017 bearbeitete Medpex im Versandhandelsgeschäft rund 3,5 Millionen Bestellungen, gewann circa 800.000 Neukunden und erzielte einen Umsatz von 139 Millionen Euro.

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