Zur Rose wächst, holt Digitalchefin von Novartis

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Berlin -

Bei Zur Rose gewinnt das Geschäft wieder an Fahrt. In den ersten neun Monaten legten die Umsätze des DocMorris-Mutterkonzerns um 30 Prozent auf 772 Millionen Franken zu. Allerdings wird dabei immer noch Medpex eingerechnet; ohne den Versender aus Ludwigshafen läge das Plus bei 12,5 Prozent. Derweil gibt es einen Neuzugang: Zur Rose holt mit Betül Susamis Unaran die Digitalchefin von Novartis an Bord.

In Deutschland kletterten die Erlöse um 45 Prozent auf 721 Millionen Euro; in Lokalwährung lag das Plus bei 50 Prozent. Allerdings sind auch diese Zahlen theoretischer Natur: Ohne Medpex liegen die Umsätze bei 563 Millionen Euro, ein Plus von 13 Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr hatte das tatsächliche Wachstum noch 11 Prozent betragen; das dritte Quartal war mit 18 Prozent also stärker. Das Herauslösen des Versandgeschäfts aus der Stifts-Apotheke dauert länger als erwartet und wird laut einer Sprecherin von Zur Rose nicht mehr in diesem Jahr erwartet. Die Umsätze können also nach wie vor nicht bilanziell erfasst werden.

In der Schweiz lagen die Erlöse mit 409 Millionen Franken 5 Prozent über Vorjahresniveau. Hier legte die Belieferung von Arztpraxen um 9 Prozent auf 104 Millionen Franken zu.

Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz – inklusive Medpex – von 1,6 Milliarden Franken erwartet, das ist ein Wachstum von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor dem Hintergrund der Einführung des E-Rezepts in Deutschland bestätigt das Management den Ausblick für 2022: Die Gruppe peilt eine Verdoppelung des 2018 erzielten Umsatzes an. Die Ebitda-Zielmarge für 2022 liegt bei 5 bis 6 Prozent.

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