Zukunftspakt holt PayPal auf die Plattform

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Berlin - Der Zukunftspakt Apotheke hat seine bundesweite Plattform IhreApotheken.de (ia.de) um eine Online-Zahlfunktion erweitert. Apothekenkund:innen können dadurch ihren Warenkorb bei teilnehmenden Apotheken direkt online bezahlen, allerdings vorerst nur für nicht verschreibungspflichtige Produkte. „Für viele Endkunden ist es wichtig, ihre bestellten Arzneimittel auch direkt online bezahlen zu können, weil sie das vom Einkauf anderer Produkte im Netz kennen“ sagt Dr. Jan-Florian Schlapfner, einer der beiden Gesamtprojektleiter der Initiative.

Die neue Bezahlfunktion soll die Attraktivität von ia.de für Endverbraucher:innen steigern und den Prozess für teilnehmende Apotheken vereinfachen. Denn damit entfällt die Zahlung in der Apotheke oder beim Botendienst. „Die Online-Zahlfunktion auf ia.de ist Teil der ständigen dynamischen Weiterentwicklung des Zukunftspakts Apotheke“, so Schlapfner. „Wir bieten damit einen weiteren smarten Service für Kunden und Apotheken. Das gilt – nicht nur in Corona-Zeiten – insbesondere in Verbindung mit dem Botendienst der Apotheken.“

Für die Online-Zahlung arbeitet ia.de mit dem Zahlungsdienstleister PayPal zusammen. Das ermöglicht den teilnehmenden Apotheken, ihren Kunden mit Kreditkarte, SEPA-Lastschriftverfahren und Sofortüberweisung die wichtigsten Zahlungsarten anzubieten. Der neue Service soll, wie der Botendienst, bereits in der Apothekenauswahl und im Profil der teilnehmenden Apotheke angezeigt werden, damit Endkunden den Online-Zahlservice auf den ersten Blick erkennen.

Die Online-Zahlung ist in den Verwaltungsbereichen von ia.de beziehungsweise im angebundenen Warenwirtschaftssystem integriert. Für teilnehmende Apotheken fallen ausschließlich PayPal-Transaktionsgebühren an – es entstehen keine einmaligen oder monatlichen Kosten. Die Transaktionsgebühren betragen laut Angaben von PayPal 2,49 Prozent des Überweisungsbetrags zuzüglich einer Festgebühr von 35 Cent pro Transaktion bei einem Betrag bis 2000 Euro im Monat. Darüber hinaus ist die Gebühr gestaffelt: 2,19 Prozent bis 5000 Euro, 1,99 Prozent bis 25.000 Euro, 1,79 Prozent bis 100.000 Euro und 1,49 Prozent über 100.000 Euro monatlichem Gesamtbetrag.

„Ich halte es für sehr wichtig, das Online-Kauferlebnis für unsere Kunden so vollständig und einfach wie möglich zu machen“, erklärt Jens Kosmiky, der die neue Funktion mit seiner Mühlen-Apotheke in Enger bereits anbietet. „Auch wenn bekanntlich aus rechtlichen Gründen eine Rx-Bestellung noch nicht online bezahlt werden kann, schätzen meine Kunden diese Option beim Kauf von OTC und freiverkäuflichen Produkten.“ Bei Mischkäufen ist demnach auch eine Mischbezahlung möglich: Verbraucher können wahlweise den kompletten Einkauf in der Apotheke oder beim Botendienst bezahlen oder nur die nicht verschreibungspflichtigen Produkte vorab online.

 

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