Herstellbetriebe

Wegen Behörde: Medios sagt Neubau ab APOTHEKE ADHOC, 19.03.2019 14:43 Uhr

Berlin - Der Berliner Herstellbetrieb Medios sagt den geplanten Neubau von Reinräumen in Charlottenburg ab. Hintergrund sind laut Vorstandschef Manfred Schneider Querelen mit der Aufsichtsbehörde, die einer langfristigen Planung im Wege stünden. Stattdessen soll die Produktion dezentral organisiert werden.

Im März 2017 hatte sich Medios in einem Gewerbegebiet in Berlin-Charlottenburg ein Grundstück mit 3200 Quadratmetern gesichert. Im bestehenden Bürogebäude mit 2000 Quadratmetern sollte ursprünglich bis Ende 2018 die Produktion untergebracht werden. Geplant waren nicht nur mehr Werkbänke – modernste Technologie mit einem Maximum an Automatisierung sollte zu höherer Produktivität führen. Bis 2020 sollte sich die Kapazität so verfünffachen. Außerdem war ein Neubau mit bis zu 3000 Quadratmetern geplant, wo alle anderen Geschäftsbereiche untergebracht werden sollten.

Doch jetzt will Medios das Objekt verkaufen: „Grund hierfür ist die eingeschränkte langfristige Planungssicherheit in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden“, schreibt Medios. Laut Schneider gab es keine Zusicherung seitens des LaGeSo, dass auf der Grundlage der Planungen die Produktionsräume tatsächlich abgenommen würden. Er hätte sich eine bessere Zusammenarbeit und schnellere Entscheidungen gewünscht. Nun will er auf den Standort ganz verzichten.

Allerdings war der Druck wohl ohnehin nicht mehr ganz so groß: Im vergangenen Jahr hatte Medios vom Konkurrenten GHD Labore in Tempelhof übernehmen können. Hier werden bereits nichtonkologische Zubereitungen hergestellt. Außerdem bleiben die Reinräume in unmittelbarer Nähe zur Charité weiter in Betrieb.

Mangelnder Bedarf war laut Schneider aber kein Grund für die Entscheidung: „Wir hätten auf jeden Fall eröffnet“, sagt er. Immerhin habe man bereits einen niedrigen sechsstelligen Betrag in die Planungen investiert. Der Apotheker geht aber davon aus, dass er die Immobilie zu guten Konditionen verkaufen kann, sodass sich der Schaden für Medios in Grenzen hält.

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