Warten auf Olynth plus

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Berlin -

Konkurrenz für Nasic und NasenDuo kommt erst 2019: Klosterfrau und Ratiopharm können aufatmen, denn Johnson & Johnson muss die Einführung von Olynth plus verschieben.

Johnson & Johnson (J&J) wollte Olynth plus eigentlich pünktlich zur Schnupfensaison ausliefern. Geplant war der 27. September. Doch der Termin verschiebt sich in das kommende Jahr, dabei konnten Apotheken die Kombination aus Xylometazolin und Dexpanthenol bereits bestellen. Ursache für die Verzögerung sei ein Problem in der Produktion. „Man sagte uns, es gebe ein unvorhersehbares Problem bei einem Inhaltsstoff“, erzählt eine Berliner Apotheke.

Nun heißt es warten bis die Ware kommt. Alternativen sind mit dem Original von Klosterfrau sowie den Generika von Ratiopharm und TAD auf dem Markt. Erhältlich sind Produkte mit den Xylometazolin-Konzentrationen 0,1 Prozent für Erwachsene und 0,05 Prozent für Kinder. Gemein ist den Produkten eine Dexpanthenol-Konzentration von 5 Prozent.

Klosterfrau hatte für die Kombination in Nasic Nasenspray zur Behandlung akuter Rhinitiden 1995 beim Deutschen Patent- und Markenamt und ein Jahr später beim Europäischen Patentamt Exklusivität angemeldet. Damit war das Präparat eigentlich bis 2025 patentgeschützt. Teva hatte jedoch geklagt und im Januar 2015 vor dem Bundespatentgericht recht bekommen. Damit war der Weg für Generika geebnet; im Mai 2016 brachte Ratiopharm ein eigenes Produkt unter dem Namen XyoDuo auf den Markt gebracht. Das Präparat wurde im September 2017 in NasenDuo umbenannt.

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