XyloDuo Ratiopharm: Doppelt bringt mehr

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Berlin - Allen Warnungen vor abschwellenden Rhinologika zum Trotz: Nasenspray Ratiopharm ist das mit weitem Abstand am häufigsten abgegebene OTC-Präparat in Deutschland. Im vergangenen Jahr gelang es dem Hersteller aus Ulm, mit XyloDuo ein zweites Produkt zu platzieren und seinen Marktanteil noch einmal auszubauen. Verlierer ist Nasic von Klosterfrau, dessen Patent Teva zuvor gezielt zu Fall gebracht hatte.

Nasenspray Ratiopharm enthält Xylometazolin, Nasic zusätzlich Dexpanthenol. Klosterfrau hatte die Kombination zur Behandlung akuter Rhinitiden 1995 beim Deutschen Patent- und Markenamt und ein Jahr später beim Europäischen Patentamt angemeldet. Damit war das Präparat eigentlich bis 2025 patentgeschützt. Teva hatte jedoch geklagt und im Januar 2015 vor dem Bundespatentgericht recht bekommen.

Im August brachte Ratiopharm XyloDuo auf den Markt, pünktlich zu Saisonbeginn nahm das Geschäft Fahrt auf. Bis zum Jahresende konnte der Hersteller nach Zahlen von Insight Health seine Abverkäufe über beide Produkte hinweg auf 24,4 Millionen Packungen und seine Umsätze auf 40 Millionen Euro (Herstellerabgabepreise, ApU) steigern. Der Marktanteil lag damit bei 32 Prozent – wobei der Newcomer mit 923.000 Packungen noch vergleichsweise unterrepräsentiert war.

In den ersten beiden Monaten dieses Jahres sind weitere 5,2 Millionen Packungen dazugekommen, davon entfallen 920.000 Packungen auf die Neueinführung und 4,3 Millionen auf den Klassiker, das entspricht bezogen auf den Gesamtmarkt 6 beziehungsweise 28 Prozent. Damit konnte Ratiopharm seinen Marktanteil über beide Produkte hinweg auf 34 Prozent ausbauen; vor der Einführung von XyloDuo waren es noch 30 Prozent.

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