Teleclinic verordnet Apps auf Rezept

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Anfang November hatte die Compugroup Medical (CGM) ebenfalls ein Portal gestartet, um die Verordnung von Apps zu erleichtern: Das „App-Verordnungscenter“ soll Ärzten einfache Verschreibungen ermöglichen und den Patienten mittels Clickdoc bei der Einlösung helfen. Das App-Verordnungscenter ist kostenlos und wurde automatisch in den Verordnungsprozess der Arztinformationssysteme CGM Turbomed und CGM Albis integriert. Weitere Softwarelinien sollen in Kürze mit dem nächsten Update folgen.

Laut CGM ermöglicht es den Ärzten, unkompliziert und mit nur wenigen Klicks Gesundheitsanwendungen auf ein Standardrezept zu übernehmen. Auf Patientenseite soll die App Clickdoc helfen, die neue Verordnungsmöglichkeit zu verbreiten. Patienten erhalten bei einer App-Verordnung durch den Arzt zunächst noch ein klassisches Papierrezept, das Clickdoc Health Center unterstützt den Patienten anschließend beim Einlöseprozess, in dem es ihm alle wichtigen Informationen zur App, dem Support des Herstellers, den Downloadmöglichkeiten sowie den weiteren Schritten mit der Krankenkasse bis zum Erhalt eines Freischaltcodes liefert.

Auch AU-Schein.de-Gründer Dr. Can Ansay ist bereits in das Geschäft mit den verordnungsfähigen Apps eingestiegen: Auf der Seite Appsaufrezept.com füllt der Patient, ohne dass er sich vorher registrieren muss, einen Online-Fragebogen aus, den ein Tele-Arzt gegebenenfalls durch Rückfragen verifiziert. Kassenpatienten können dann eine Gebühr von einem Euro sofort das ausgestellte Rezept als PDF-Datei mit einem SMS-Code herunterladen und die App kostenlos nutzen. Neben der mit 2-Faktor-Authentisierung gesicherten PDF-Datei kann der Patient sich das Rezept optional auch per Post zusenden lassen. Auf Anfrage löst der Tele-Arzt zudem für den Patienten das Rezept automatisiert bei der Krankenkasse ein gegen den später nötigen Freischalt-Code.

Die Zahl der verfügbaren Apps auf Rezept wächst unterdessen stetig an: Zuerst hatte das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Oktober die App Kalmeda des Herstellers Mynoise und die Webanwendung Velibra von Gaia ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen. Kalmeda bietet Patienten mit chronischer Tinnitusbelastung eine leitlinienbasierte, verhaltenstherapeutische Therapie. Velibra dient der Unterstützung von Patienten mit Symptomen von bestimmten Angststörungen. Mittlerweile sind die Apps Zanadio zur Unterstützung beim Abnehmen, Somnio zur Behandlung von Schlafstörungen, Vivira für therapeutisches Training zur Behandlung von Rücken-, Knie- oder Hüftschmerzen, Selfapy bei psychischen Belastungen und Invirto zur Behandlung von Angststörungen hinzugekommen.

 

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