OTC-Hersteller

Klosterfrau bringt D-Mannose in Drogerien

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Das Monosaccharid wird aus Mais gewonnen. Mannose Plus mit Vitamin D ist frei von Gluten und Laktose. Laut Hersteller haben Frauen, die an einer Blasenentzündung leiden, einen erhöhten Bedarf an Vitamin D3. Das Sonnenvitamin soll die Bildung des Harnweg-Schutzpeptids Cathelicidin in der Blase anregen.

Femannose ist hingegen als Pulver zum Auflösen in Wasser erhältlich und enthält nun keinen Cranberry-Extrakt mehr. Ursache ist laut Hersteller die Entscheidung der EU-Kommission, die Cranberry eine pharmakologische Wirkung zuspricht. Somit müsste für Femannose eine Zulassung als Arzneimittel beantragt werden. „Auch wenn wir diese Entscheidung nicht nachvollziehen können, haben wir uns entschlossen, unser Erfolgsprodukt ab sofort ohne den Zusatz von Cranberry-Extrakt und unter der Bezeichnung Femannose N anzubieten“, teilt ein Sprecher mit.

Klosterfrau setzt auf 2 g Monosaccharid pro Portionsbeutel. Vitamin D ist nicht enthalten. Das Medizinprodukt kann „zur Prävention und unterstützenden Behandlung von Zystitis sowie anderen Harnwegsinfekten“ angewendet werden. An den ersten drei Tagen des akuten Infekts nehmen Betroffene über 14 Jahren drei Beutel Femannose pro Tag ein. Die Dosis kann dann an den Tagen vier und fünf auf zwei Beutel gemindert werden. Zur Prävention soll täglich eine Beutel des Pulvers aufgelöst und getrunken werden. 14 Portionsbeutel sind mit 21,90 Euro und 30 Stück zu 38,90 Euro gelistet.

Außerdem ist D-Mannose in der Leitlinie zur Behandlung von Harnwegsinfekten zu finden. In Studien konnte das Monosaccharid bei einer täglichen Gabe von zwei Gramm eine mit Nitrofurantoin vergleichbare Wirkung erzielen – mit signifikant weniger Nebenwirkungen.

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