Klosterfrau bringt D-Mannose in Drogerien

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Berlin - Klosterfrau verzeichnete mit der Einführung von Femannose einen großen Erfolg in den Apotheken. Das Kölner Unternehmen will nun daran anknüpfen und launcht ein entsprechendes diätetisches Lebensmittel im Drogeriemarkt.

Femannose wurde als Kombination aus dem Monosaccharid D-Mannose und Cranberryextrakt eingeführt. Laut Vertriebsleiter Dr. Thomas Biegert war das Produkt die erfolgreichste OTC-Neueinführung des Jahres 2017. In nur wenigen Monaten hatte das Medizinprodukt einen Marktanteil von etwa 10 Prozent erreicht und lag nach Canephron und Cystinol auf Platz 3 der Produkte gegen Harnwegsinfekte, die im Rahmen der Selbstmedikation angewendet werden. Der Umsatz lag laut Insight Health zwischen Februar und November bei 5,7 Millionen Euro auf Basis der realen Apothekenverkaufspreise (rAVP). Den Erfolg hatte man bei Klosterfrau nicht erwartet – es folgte ein Lieferengpass.

In den Regalen der Drogerien steht nun Mannose Plus. Das diätetische Lebensmittel ist zu 30 Kapseln für 8,95 Euro bei dm erhältlich und somit deutlich günstiger als das Apothekenprodukt. Eine Kapsel enthält 500 mg D-Mannose; anders als beim Konkurrenzprodukt von Sanotact ist zusätzlich 8,3 µg Vitamin D enthalten. Das Produkt ist für Patientinnen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen geeignet. Im Akutfall sollen täglich sechs Kapseln, entsprechend 3 g D-Mannose und 2000 I.E. Vitamin D3, eingenommen werden. Nach drei Tagen kann die Dosis auf vier Kapseln reduziert werden.

D-Mannose ist ein natürlich vorkommender Zucker, der vom menschlichen Körper nicht verstoffwechselt wird. In hohen Mengen eingenommen, verhindert das Monosaccharid die Bindung von Escherichia coli an die Blasenschleimhaut und schleust die Bakterien mit dem Urin aus. Der Großteil der Blasenentzündungen ist auf E. coli zurückzuführen. Die Bakterien binden an die D-Mannose-Rezeptoren der Blasenschleimhaut und lösen so eine Infektion aus. Ist das Monosaccharid im Überfluss vorhanden, werden die Bakterien ummantelt und unschädlich gemac

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