Klosterfrau: Femannose N bleibt verkehrsfähig

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Berlin - Für D-Mannose als Medizinprodukt könnte es eng werden. Denn das Landgericht Köln hat in erster Instanz entschieden, dass es sich bei Femannose um ein zulassungspflichtiges Arzneimittel handelt. Klosterfrau hat Berufung eingelegt und will etwaige Irritationen zur Verkehrsfähigkeit aus dem Weg räumen.

Der Verband für Sozialen Wettbewerb (VSW) war gegen den Vertrieb von Femannose vorgegangen und meldete auf Grundlage des Urteils in erster Instanz einen Erfolg. „Nach dem Gutachten des gerichtlich bestellten Sachverständigen stand zur Überzeugung der Kammer fest, dass die in ‚Femannose‘ enthaltene D-Mannose pharmakologisch wirkt […]. Das Produkt ‚Femannose‘ ist daher nicht verkehrsfähig, da es sich um ein Arzneimittel handelt, das keine Zulassung besitzt.“

Wie MCM Klosterfrau und Cassella-med gegenüber Apotheken mitteilt, sei das Medizinprodukt Femannose N weiterhin uneingeschränkt verkehrsfähig. „Wir stellen dazu fest, dass wir gegen das Urteil des Landgericht Köln in erster Instanz Berufung eingelegt haben. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig und das Produkt ‚Femannose N‘, so die richtige Bezeichnung, bleibt weiterhin uneingeschränkt verkehrsfähig.“

Klosterfrau und Cassella-med bedaueren sehr, dass der VSW beziehungsweise „der dahinterstehende Wettbewerber“ den Zwischenstand des laufenden Verfahrens nutze, um die Apotheken zu verunsichern. „Hiermit wurde eine neue Dimension der wettbewerblichen Auseinandersetzung eröffnet, die nach unserem Dafürhalten nicht im Einklang mit dem geschäftsüblichen und fairen Umgang miteinander steht.“ Das Unternehmen werde alles tun, um die Versorgung der Patientinnen mit Femannose N dauerhaft sicherzustellen.

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