15 Prozent Personalanpassungsmaßnahmen

Gehe/Alliance: Elf Niederlassungen fallen weg

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Berlin -

Nach dem Zusammenschluss von Alliance Healthcare Deutschland (AHD) und Gehe wurde bereits viel über die Schließung von Niederlassungen diskutiert. Jetzt hat das Gemeinschaftsunternehmen Standortkürzungen verkündet. Neun Niederlassungen werden geschlossen, drei weitere an einem neuen Standort zusammengelegt. Insgesamt fallen 15 Prozent des Personals weg.

AHD und Gehe werden neun Niederlassungen schließen:

  • Bayreuth (AHD)
  • Bochum (AHD)
  • Dresden (AHD)
  • Günzburg (Gehe)
  • Itzehoe (AHD)
  • Kassel (AHD)
  • Leipzig (AHD)
  • Nürnberg (AHD und Gehe)
  • Osnabrück (AHD)
  • Saarbrücken (AHD)
  • Würzburg (AHD)

Bis voraussichtlich Mitte 2022 sollen die Standorte stillgelegt werden und das Geschäft in vollsortierte Häuser übergehen. Die Kunden im Raum Nürnberg/Würzburg sollen von einem anderem, neuen Standort aus beliefert werden. Details dazu werden noch nicht verraten.

„Um den Apotheken die bestmögliche Versorgung zu garantieren, setzt das Gemeinschaftsunternehmen auf Vollsortierung und Modernisierung“, heißt es als offizielle Begründung. „So soll ein hochmodernes Distributionsnetzwerk entstehen, um das hohe Niveau der Arzneimittelversorgung in Deutschland auszubauen und das Serviceportfolio zum Wohle der Patienten, Apotheken und Hersteller zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Gleichzeitig soll die neue Vertriebsstruktur für Kundennähe und mehr Serviceorientierung sorgen.“

Gleichzeitig soll eine harmonisierte Vertriebsstruktur für „mehr Kundennähe und Serviceorientierung“ sorgen. Die regionale Struktur soll vereinfacht und die lokale Kompetenz ausgebaut werden. „Damit wird dem Anspruch der Kunden Rechnung getragen, sie in einem immer komplexeren Marktumfeld optimal zu unterstützen. In Zeiten der Digitalisierung des Apotheken- und Gesundheitsmarktes stehen Agilität und Kundennähe dabei ebenso im Fokus, wie die Stärkung der heilberuflichen Stellung des Apothekers und der Ausbau von pharmazeutischen Dienstleistungen, die Mehrwerte für Patienten schaffen.“

Die mit den Schließungen verbundenen Personalanpassungsmaßnahmen werden dem Unternehmen zufolge mit den zuständigen Arbeitnehmergremien vertrauensvoll beraten. „Es werden sozialverträgliche Lösungen für betroffene Beschäftigte gesucht.“

Auch in anderen Bereichen wird gekürzt: „Die Verwaltungsstrukturen der beiden Unternehmen sollen zusammengeführt werden, um schlanke und effiziente Abläufe für die Kunden zu gewährleisten und Doppelstrukturen zu optimieren.“ Für Mitarbeiter der Zentrale in Frankfurt und der Hauptverwaltung in Stuttgart gebe es ein Angebot zum freiwilligen Austritt. Insgesamt geht es um „Personalanpassungsmaßnahmen“ von knapp über 15 Prozent.

Das gesamte Filialnetz sei auf den Prüfstand gestellt worden, so eine Sprecherin. „Wir haben detaillierte Analysen durchgeführt und alle Alternativen sorgfältig geprüft, um die bestmöglichen Lösungen zu erreichen. Das zukünftige Distributionsnetzwerk sichert und verbessert den Service für die Apotheken vor Ort.“

Am Netz bleiben damit folgende Standorte:

  • Allgäu (AHD)
  • Berlin (AHD und Gehe)
  • Bonn (Gehe)
  • Bremen (AHD)
  • Delmenhorst (Gehe)
  • Dresden (Gehe)
  • Duisburg (Gehe)
  • Frankfurt (AHD)
  • Freiburg (AHD)
  • Halle (Gehe)
  • Hamburg (Gehe)
  • Harsum (AHD)
  • Kaiserslautern (Gehe)
  • Kassel (Gehe)
  • Köln (AHD)
  • Landshut (Gehe)
  • Ludwigshafen (AHD)
  • Magdeburg (Gehe)
  • Meerane (AHD)
  • München (AHD)
  • Porta Westfalica (Gehe)
  • Regensburg (AHD)
  • Rostock (AHD und Gehe)
  • Singen (AHD)
  • Stuttgart (AHD und Gehe)
  • Unna (Gehe)
  • Weiterstadt (Gehe)
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