Gehe/Alliance: Gesund leben für Alphega

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Berlin - Seit Ende 2020 sind Gehe und Alliance Healthcare Deutschland (AHD) als Gemeinschaftsunternehmen verbunden. Das Niederlassungsnetz soll angepasst werden, doch zunächst werden die Eigenmarken Alvita und Gesund leben untereinander ausgetauscht.

Gehe vertreibt an Apotheken die Eigenmarke „Gesund leben”. Um die Bekanntheit zu steigern, können seit 2019 auch Nicht-Mitglieder der gleichnamigen Apothekenkooperation die Präparate beim Stuttgarter Großhändler bestellen. Die Linie Balance wurde dafür komplett eingestampft. Jetzt integriert auch AHD die Marke schrittweise in das Sortiment: Seit Juli werden bereits Produkte aus dem Bereich Nahrungsergänzung und OTC angeboten. Ab September wird das Sortiment unter anderem mit Hautpflegeprodukten erweitert.

Gehe wiederum nutzt die Marke Alvita von AHD, die vor allem auf Medizinprodukte aus Bereichen wie Diagnostik, Orthopädie, Inkontinenz und Wundversorgung konzentriert ist. Seit Mai werden beispielsweise Inhalatoren angeboten. Im Juli folgten weitere Artikel aus den Bereichen Pflegehilfsmittel und Wundversorgung. „Mit der Öffnung des Gesamtsortimentes unserer Eigenmarken unterstützt das Gemeinschaftsunternehmen die Vor-Ort-Apotheke dabei, mit einem ausgewogenen Angebot an etablierten Markenprodukten und starken Eigenmarken beim Endverbraucher zu punkten“, sagt Thomas Frömbling, Leiter Eigenmarke und Sprecher der Geschäftsleitung von Gesund leben.

Besonders beliebt seien die Produkte aus den Bereichen OTC, Nahrungsergänzungen, Inkontinenz und Diagnostik, sagt eine AHD-Sprecherin. Kürzungen haben es keine gegeben. Gehe/AHD will mit dem Schritt auf die laut Unternehmensangaben steigende Nachfrage der Endkunden nach „vertrauenswürdigen und zuverlässigen Eigenmarken“ reagieren. Im Gegensatz zum Einzelhandel sei das Potenzial von Eigenmarken in der Apotheke noch nicht ausgeschöpft.

Zum Joint Venture gehören die Kooperationen Alphega und Gesund leben mit laut Firmenangaben insgesamt rund 4100 Mitgliedsapotheken. Im Frühjahr kündigte das Unternehmen an, elf Niederlassungen aufzugeben. Bis voraussichtlich Mitte 2022 sollen die Standorte stillgelegt werden und das Geschäft in vollsortierte Häuser übergehen.Insgesamt fallen 15 Prozent des Personals weg.

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