Nächster Engpass: Impfstoff-Vials

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Berlin - Die pandemische Impfung lässt die Nachfrage nach Borosilikat-Glasfläschchen stark ansteigen. Damit es nicht zu einem Stocken der Immunisierung aufgrund eines Mangels an Primärgefäßen kommt, hat sich der Bund zu einer Förderung von Borosilikatrohrglas-Produktionsanlagen entschieden.

Nachdem die ersten Wochen der dezentralen Impfung durch Kontigentierung und Kürzungen gekennzeichnet waren, sollen die verfügbaren Impfstoffmengen nun steigen. Anders sieht es beim Impfzubehör aus, hier wurde bereits gekürzt: Der eigentliche Überschuss von 20 Prozent bei den beigelegten Spritzen und Kanülen wurde halbiert. Demnach erhalten die Apotheken und folglich auch die Arztpraxen pro Vial Comirnaty und Vaxevria nur noch sieben beziehungsweise elf Injektionskanülen und Applikationsspritzen.

Und nun könnte der nächste Engpass bevorstehen. Diesmal geht es um die Primärgefäße. Die Vakzine sind in kleinstvolumigen Vials aus Borosilikatglas abgefüllt. Diese Durchstechflaschen drohen nun knapp zu werden. Die Produktionskapazitäten müssten für eine sichere Versorgung ausgebaut werden.

Um einen Engpass zu vermeiden – denn die Vials werden auch für zahlreiche andere Medikamente benötigt – fördert der Bund entsprechende Produktionsstätten mit insgesamt 90 Millionen Euro. Durch die „Richtlinie für die Bundesförderung von Produktionsanlagen von Borosilikatrohrglas und Glasvials zur Verwendung in der Impfstoffproduktion“ fördert das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die Unternehmen. Anträge können bis zum 15. Juni gestellt werden. Das Ziel des kurzfristigen Ausbaus deutscher und europäischer Kapazitäten für die Impfstoffproduktion Juni soll dadurch umgesetzt werden.

Diese Förderung sei sehr wichtig, so Staatssekretär Andreas Feicht: „Damit der Impfprozess nicht ins Stocken gerät, benötigen wir nicht nur ausreichend Impfstoffe. Die Impfstoffe müssen auch sicher verpackt und transportiert werden können. Daher fördern wir ab sofort auch die Produktion der unverzichtbaren Glasfläschchen, in die die Impfstoffe abgefüllt werden. Je früher Unternehmen Produktionsanlagen in Deutschland in Betrieb nehmen, desto mehr Unterstützung erhalten sie dafür. Unser Ziel ist, die Versorgung der Bevölkerung mit Impfstoffen im Jahr 2021 und darüber hinaus sicherzustellen.“

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