Neue Bund-PZN und weniger Zubehör

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Berlin -

Bei den Ärzt:innen stehen die ersten Zweitimpfungen an. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) informierte ihre Mitglieder bereits über das Bestellprozedere. Bislang war offen, wie die Erst- von den definitiv benötigten Zweitdosen unterschieden werden sollten. Nun steht es fest: Comirnaty erhält eine zweite Bund-PZN. Auch beim Zubehör ändert sich etwas – da Spritzen und Kanülen knapp werden, legt der Großhandel ab kommender Woche nur noch 10 Prozent Überschuss bei.

Am 4. Mai müssen die Apotheker:innen wieder die Impfstoffe für die Woche darauf bestellen; vorgesehen sind Comirnaty und Vaxevria. Beim mRNA-Impstoff können das erste Mal auch Zweitdosen geordert werden. Damit die Ärzt:innen auch sicher mit den benötigten Zweitdosen beliefert werden können, wurde eine eigene Bund-PZN eingerichtet:

  • Comirnaty-Erstimpfung: PZN 17377588
  • Comirnaty-Zweitimpfung: PZN 17436138

Der Arzt verordnet die benötigten Mengen weiterhin dosisbezogen. Die Erst- und Zweitimpfungen werden hierbei auf separaten Muster-16-Formularen verordnet. Für die Apotheke bedeutet das, dass jeder Arzt zwei Rezepte ausstellen kann. Im Verordnungsfeld ist jeweils die Angabe „Erstimpfung“ oder „Zweitimpfung“ vermerkt. Aufgrund der Stiko-Empfehlungen wird zunächst nur Biontech als Zweitdosis geordert werden: Das Impfregime zum Vektorimpfstoff sieht einen Abstand von 12 Wochen vor.

Die neue Sonder-PZN ist nicht als eigenständige Artikelnummer zu werten. Das bedeutet, dass die Apotheke die Gesamtmenge an Comirnaty-Dosen in Vials umrechnet und mit der bisher gängigen Bund-PZN 17377588 ordert. Im gleichen Auftrag sollen dann mittels der neuen Bund-PZN (17436138) die benötigten Zweitdosen kenntlich gemacht werden. Die neue PZN löst keine eigene Bestellung aus.

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