BfArM-Ausschreibung

Das sind die deutschen Cannabis-Produzenten Tobias Lau, 17.04.2019 17:49 Uhr

Für die Produktion soll auf einem fast 10.000 Quadratmeter großen Areal des Biochemieparks Leuna in Sachsen-Anhalt eine eigene Produktionsanlage entstehen. Der Spatenstich ist für Mai geplant, ab da soll der Bau ungefähr ein Jahr in Anspruch nehmen. Insgesamt werde das Unternehmen mit diesem Projekt einen zweistelligen Millionenbetrag am Standort investieren und etwa 50 Arbeitsplätze schaffen. Das erste Aurora-Cannabis soll den Patienten bereits Oktober 2020 zur Verfügung stehen. Der Bau der Anlage sei „der nächste logische Schritt im Ausbau unsere europaweiten Produktionsnetzwerkes.“ Mit einer Produktionskapazität von mehr als 500.000 Kilogramm pro Jahr und einem Vertriebsnetz in 24 Ländern auf fünf Kontinenten ist Aurora nach eigenen Angaben einer der weltweit größten lizenzierten Cannabis-Produzenten. Erst im März brachten die Kanadier in Deutschland einen neuen Vollextrakt auf den deutschen Markt.

Auf Platz zwei folgt mit drei Losen die Deutschland-Tochter des ebenfalls kanadischen Unternehmens Aphria. 2014 gegründet ist der Cannabishersteller in den letzten Jahren vor allem durch eine Menge Zukäufe aufgefallen. Laut Jahresbericht 2018 entstammen bisher 90 Prozent der jährlichen Produktion einer einzigen Großanlage im kanadischen Leamington.

Insgesamt hatten 79 Bieter und Bietergemeinschaften im Ausschreibungsverfahren Angebote abgegeben – beim ersten Anlauf, den das Oberlandesgericht Düsseldorf im März 2018 stoppte, waren es noch 118. Die Gewinner können nun in den nächsten Jahren mit Millionenumsätzen rechnen. Bisher wird medizinisches Cannabis aus dem Ausland nach Deutschland importiert – wobei das BfArM keine zentrale Steuerungsfunktion hat. Daran wird sich auch mit der eigenen Produktion nichts ändern. Die wiederum wird von der beim BfArM angesiedelten Cannabisagentur erworben und dann an Hersteller von Cannabisarzneimitteln, Großhändler oder Apotheken verkauft.

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