Calcium mit D3 als Direktgranulat

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Berlin - Der Markt mit Nahrungsergänzungsmitteln boomt und spült den Herstellern Millionen in Kassen, auch wenn gesunde Menschen laut Öko-Test und Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Präparate gar nicht benötigen. Ungeachtet dessen wächst der Markt. Verla hat seit einigen Monaten ein Direkgranulat mit Calcium und Vitamin D3 auf dem Markt. Von Pure Encapsulations (Promedico/Atrium) kommt seit Januar Lipid Aktiv.

Calcium-Präparate gibt es zum Kauen, zum Schlucken oder zum Auflösen. Von Verla gibt es nun auch ein Direktgranulat zu 400 mg Calcium (als Calciumcarbonat) und 10 µg (entspricht 400 I.E.) Vitamin D3. Pro Tag wird ein Verzehr von ein bis zwei Sticks empfohlen. Dazu wird das Schmelzgranulat mit Apfel- und Orangengeschmack direkt in den Mund gegeben. Eine Anwendung mit Wasser ist nicht nötig. Das Nahrungsergänzungsmittel ist gluten-, zucker- und lactosefrei und auch für Vegetarier geeignet. Die Sticks können außerdem von Kindern ab etwa vier Jahren angewendet werden.

Das Granulat Calcium Verla D direkt ist zu 30 Stück im Handel und kann die Calcium- und Vitamin D3-Versorgung unterstützen. Calcium ist die wichtigste Bausubstanz der Knochen und Zähne und sorgt für deren Festigkeit und Stabilität. Vitamin D spielt eine zentrale Rolle zur Regulierung des Calcium- und Phosphatstoffwechsels. Die Haut kann das Sonnenvitamin selbst bilden. Es unterstützt die Knochen in der Aufnahme von Calcium und Phosphat und sorgt somit für gesunde starken Knochen und wirkt einer Osteoporose entgegen. D3 hemmt außerdem die Bildung des Parathormons, das den Knochenabbau fördert.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt ab einem Alter von 19 Jahren eine tägliche Calciumzufuhr von 1000 mg. Schwangere und Stillende haben laut DGE keinen Mehrbedarf. Für Vitamin D liegt die Empfehlung bei 20 µg. Das BfR hatte 2018 die empfohlene Höchstmenge für Vitamin D auf ebenfalls 20 µg beziehungsweise 800 I.E. angehoben. Zuvor lag die Obergrenze bei 5 µg. Bis zu einer Tagesdosis von 20 µg könnten die Präparate laut Expertenkommission noch als NEM eingestuft werden, höhere Dosierungen sind als Arzneimittel anzusehen. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) sieht die Obergrenze bei 100 µg für die Gesamtzufuhr.

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