Aprilwetter stoppt Hexal nicht

, Uhr

Im Gesamtallergiemarkt liegt Mometahexal auf Platz 4 mit einem Anteil von 8 Prozent. Nur Cetirizin ADGC von KSK, Cetirizin Hexal und das Schwesterprodukt Lorano wurden in den zwölf Monaten bis April häufiger verkauft.

Das Heuschnupfenspray kann bei Erwachsenen zur Behandlung der Beschwerden einer saisonalen allergischen Rhinitis angewendet werden. Mit der Novelle der Arzneimittelverschreibungsverordnung waren Nasensprays mit Mometason zur symptomatischen nasalen Behandlung der saisonalen allergischen Rhinitis aus der Rezeptpflicht entlassen worden. Voraussetzung ist, dass die Erstdiagnose durch einen Arzt gestellt wird. Außerdem sind die Anwendung auf Erwachsene und die Tagesdosis auf jeweils 200 µg beschränkt.

Bei allergischem Schnupfen ist das Cortison bei pharmazeutischen Fachkräften ein Mittel der Wahl: Laut der APOSCOPE-Studie „Antiallergika 2018“ setzen Apotheker und PTA auf Mometason – etwa 74 Prozent der Befragten sprechen eine Empfehlung aus. Die Nase vorn hat demnach Mometahexal mit etwa 61 Prozent, gefolgt von MomeAllerg (22 Prozent) und Mometason Ratiopharm (19 Prozent). Den Anstieg des Abverkaufes nach dem OTC-Switch führen die Befragten mit etwa 60 Prozent auf eine bessere Wirksamkeit zurück. Etwa 57 Prozent sehen den Grund in der Therapietreue der Patienten, die bereits auf den Wirkstoff eingestellt sind. Denn die Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) können sich seitdem ohne Umweg zum Arzt direkt in der Apotheke bevorraten.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Von Oberhaching nach Holzkirchen
1 A Pharma zieht zu Hexal »
Mehr aus Ressort
Corona-Impfungen in Apotheken
Noventi: Impf-Termine mit Zava-Beratung »
Letzte Hoffnung E-Rezept
Zur Rose verliert Rx-Geschäft »
Weiteres
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Karl, der Mal-sehen-wie-Große»
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank»
Streit um das Millionenprojekt
LAV-Beitrag: 50 Euro pro Monat für Gedisa»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»