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200 Millionen Euro: Neue Mächte bei Zur Rose

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Berlin -

Der DocMorris-Mutterkonzern hat über eine Kapitalerhöhung 200 Millionen Schweizer Franken an frischem Kapital gewonnen. Das Geld soll vor allem für die Medpex-Übernahme genutzt werden. Von den bestehenden Aktionären haben nur rund ein Drittel ihr Bezugsrecht genutzt. Stattdessen haben offenbar verstärkt Finanzinvestoren zugegriffen.

Zur Rose war Anfang der 90er-Jahre durch eine Gruppe von Ärzten gegründet worden. Zwar musste man kein Mediziner sein, um Aktien zu zeichnen. Laut Satzung durfte aber kein Aktionär mehr als 3 Prozent der Stimmrechte auf sich vereinen. 2016 hatte Zur Rose rund 2200 Aktionäre, die Anteilsscheine wurden nur in der Schweiz über drei Banken gehandelt.

Doch schon im Vorfeld des EuGH-Urteils zu Rx-Boni änderte sich die Eigentümerstruktur. Erst übernahm die Industriellenfamilie Frey für 40 Millionen Franken 22 Prozent der Anteile. Wenige Monate später stieg die das saudische Königshaus über die Al Faisaliah Group mit 19 Millionen Franken für 6,25 Prozent der Anteile ein.

Beim Börsengang wurden im Sommer 2017 noch einmal 1,4 Millionen neue Aktien ausgegeben, knapp 200 Millionen Franken wurden so in die Kasse gespült. 72 Prozent der Anteile befanden sich daraufhin in Streubesitz, Großaktionäre waren die Unternehmerfamilie Frey mit knapp 15 Prozent und Al Faisaliah mit rund 6 Prozent. Das Management hielt 7 Prozent.

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