Zur Rose: Saudis investieren Millionen

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Berlin -

Zur Rose hat einen neuen Großaktionär: Die saudische Al Faisaliah Group hat mit ihrem großzügigen Angebot zahlreiche Anteilseigner des DocMorris-Mutterkonzerns überzeugt und insgesamt jede siebte Aktie zum Kauf angeboten bekommen. Damit ist das saudische Königshaus hinter der Industriellenfamilie Frey der zweitgrößte Anteilseigner.

Kurz vor Weihnachten hatte die Al Faisaliah Group über ihre Beteiligungsgesellschaft Matterhorn Pharma mit Sitz auf den Cayman Islands den Aktionären von Zur Rose eine attraktive Offerte gemacht: 76 Schweizer Franken boten die Saudis, das war fast dreimal soviel wie die Aktie vor Verkündung der Schlussanträge am Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu Rx-Boni wert war und doppelt soviel wie vor dem Urteil.

Zwischen 2,4 und 10 Prozent wollte die Gruppe aus Riad einsammeln, bis zum Ablauf der Frist am vergangenen Freitag wurden den Saudis rund 14 Prozent der Anteilsscheine angeboten. Nur einen Teil der angedienten Aktien will die Al Faisaliah Group annehmen, sodass sie am Ende 6,25 Prozent der Anteile hält. Das Engagement bei der Gruppe, zu der neben dem Stammhaus in der Schweiz der als Logistikdienstleister fungierende Ableger in Halle/Saale sowie DocMorris im niederländischen Heerlen gehören, kostet die Investoren rund 19 Millionen Schweizer Franken.

Als „langfristige Investorin mit einem Fokus auf Investitionen im Gesundheitsbereich“ sieht sich die Al Faisaliah Group als „ideale Ergänzung des Aktionariats“ von Zur Rose.

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