Zur Rose erwägt Börsengang

DocMorris verbrennt Millionen APOTHEKE ADHOC, 05.05.2017 11:56 Uhr

Berlin - Die massive TV-Werbung für die niederländische Versandapotheke DocMorris hat die Schweizer Zur Rose AG noch tiefer in die roten Zahlen gestürzt. Trotz zweistelligem Umsatzwachstum von DocMorris schloss die Schweizer Mutter das erste Quartal 2017 mit einem Rekordverlust von 9,4 Millionen Schweizer Franken ab. Jetzt sucht Zur Rose neue Kapitalgeber zur Finanzierung des Umsatzwachstums. Ein Börsengang rückt offenbar näher, da die Gruppe einen guten Teil ihres zuletzt eingesammelten Kapitals schon ausgegeben hat.

Zur Rose hatte das vergangene Jahr bereits mit einem hohen Verlust abgeschlossen, unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 13 Millionen Franken in den Büchern. Die Dividende wurde daher gestrichen. Mit dem neuen Quartalsverlust zeichnet sich für das laufende Jahr ein noch größerer Fehlbetrag ab. Bislang hat Zur Rose das Umsatzwachstum unter anderem durch eine Kapitalerhöhung von 40 Millionen Franken finanziert. Der Börsenkurs verdreifachte sich, nicht zuletzt wegen des Einstiegs der saudischen Al Faisaliah Group.

Frisches Kapital ist offenbar erforderlich: Aktuell werden die Aktien der Zur Rose-Gruppe nur außerbörslich auf den Plattformen der Berner Kantonalbank, der Zürcher Kantonalbank und der Lienhardt & Partner Privatbank gehandelt. Jetzt denkt Zur Rose-Chef Walter Oberhänsli über einen ordentlichen Börsengang nach: „Um die sich zusätzlich bietenden Wachstumsmöglichkeiten wahrnehmen zu können, evaluiert der Verwaltungsrat Optionen, zusätzliche Mittel aufzunehmen. Die Optionen, die im Auftrag der Zur Rose-Gruppe von UBS und Berenberg geprüft werden, schliessen einen Börsengang mit Kapitalerhöhung, weitere private Finanzierungen wie auch zusätzliche Fremdfinanzierungen ein“, heißt es in Zürich.

Die Zur Rose-Gruppe wolle die vielfältigen, sich im Markt zusätzlich bietenden Wachstumschancen nutzen und die starke Stellung der Gruppe im europäischen Arzneimittelversand weiter ausbauen. Die Überlegungen sind offenbar schon weit fortgeschritten: Denn für die „kommenden Wochen“ wurde bereits eine außerordentlichen Generalversammlung angekündigt, auf der „die Voraussetzungen für die nächsten Wachstumsschritte geschaffen werden können“.
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