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Daraprim: Rabatt nur für Krankenhäuser APOTHEKE ADHOC, 30.11.2015 13:57 Uhr

Berlin - Nachdem der Unternehmer Martin Shkreli im September wegen seiner Preisstrategie für das Toxoplasmose-Mittel Daraprim (Pyrimethamin) massiv angegriffen worden war, hatte er angekündigt, den Preis wieder senken zu wollen. Das ist jetzt passiert. Die Preissenkung kühlt die Stimmung aber auch nicht ab.

Turing Pharmaceuticals kaufte Daraprim im August. Über Nacht explodierte der Preis des Präparats: Statt 13,50 US-Dollar (rund 12 Euro) sollte Daraprim nun 750 US-Dollar (etwa 670 Euro) pro Dosis kosten. Patienten, Pharmabranche und Experten machten ihrer Empörung vor allem im Internet Luft. Gegenüber dem Nachrichtensender NBC News erklärte der Unternehmer wenige Tage später, den Preis wieder senken zu wollen. Der neue Preis war zu jenem Zeitpunkt noch nicht bekannt, eine Entscheidung sollte „in den nächsten Wochen“ fallen.

In der vergangenen Woche kündigte Turing nun an, man habe den Preis für Daraprim für den Bezug durch Krankenhäuser um 50 Prozent gesenkt. Damit kostet eine Dosis immer noch 375 Dollar. Auch für sein Entgegenkommen erntet Shkreli wieder nur Kritik: Da der Listenpreis für Daraprim unangetastet bleibe, sei der Zuzahlungsbeitrag für Einzelpersonen zwar auf 10 Dollar gedeckelt. Die Versicherungen aber müssten nach wie vor den vollen Preis von 750 Dollar zahlen – auf Kosten der Versichertengemeinschaft.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg hatte sich Shkreli gerechtfertigt, man habe das Arzneimittel profitabel machen müssen. Die früheren Lizenzinhaber hätten das Arzneimittel bislang verschenkt. Eine Therapie mit bis zu 100 Tabletten habe es um die 1000 Dollar gegeben – für ein lebensrettendes Medikament. Krebsmedikamente kosteten 100.000 Dollar und mehr, argumentierte Shkreli, andere Mittel gegen Infektionskrankheiten bis zu einer halben Million. Auch der heutige Preis für Daraprim sei im Vergleich zu Mitbewerbern noch zu niedrig.

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