Preissturz: Krankenkassen zahlen nur noch 39,40 Euro

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Berlin - Gerade erst wurde die Verordnung zu den Corona-Massentests in Kraft gesetzt. Darin werden die Krankenkassen verpflichtet, die Kosten von bis zu 50 Euro pro Test zu generell zu übernehmen. Dagegen hatten die Krankenkassen vergeblich protestiert. Prompt hat der für die Honorarfestlegung zuständige Erweiterte Bewertungsausschuss reagiert und den Preis pro Test auf 39,40 Euro gesenkt. CDU-Gesundheitspolitiker Alexander Krauß hält das für einen „undankbaren Tritt in den Hintern“ der Labore.

Der Erweiterte Bewertungsausschuss aus Vertretern der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sowie drei unparteiischen Mitgliedern hat entschieden, dass Labore für Corona-Tests, die von niedergelassenen Ärzten im Rahmen der Krankenbehandlung veranlasst werden, ab dem 1. Juli pro Test 39,40 Euro erhalten. „Wir haben einen sachgerechten Preis gefunden, der die Entwicklung in den Laboren von vereinzelten Tests hin zu Massentestungen widerspiegelt. Das unterstützt das Anliegen der Politik, die Strategie der Massentestungen gezielt auszubauen“, so Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband.

Mit 39,40 Euro pro Test würden die Labore gut vergütet, denn es handele sich schließlich um eine „Massenproduktion, die zu einem großen Teil automatisiert abläuft“, so der GKV-Spitzenverband in einem Statement zu dieser Entscheidung. Hinzu kämen noch die Honorare für die verordnenden Ärzte und eine Transportpauschale. Dieser Preis folge dem bereits vor einer Woche festgelegten Wert für die Krankenhäuser. Diese erhielten für den Test 42 Euro, allerdings sei darin die Transportpauschale bereits enthalten. Wie die niedergelassenen Ärzte zusätzlich ihr Honorar erhielten, bekämen auch die Kliniken pro Test für ihre Leistung rund zehn Euro obendrauf. Damit zahlten die Kassen ab dem 16. Juni den Kliniken in Summe 52,50 Euro für Labortest und medizinische Leistungen wie die Entnahme der Probe.

Laut GKV-Spitzenverband war der bisherige Preis von 59 Euro Anfang Februar festgelegt worden, als es lediglich vereinzelte Tests gegeben habe. „Heute sprechen wir von rund 400.000 Tests pro Woche – und es sollen noch viel mehr werden“, so das Statement. Durch den neuen Preis würden die Sozialkassen und öffentlichen Haushalte deutlich entlastet – bei wöchentlich 1 Million Tests um fast 20 Millionen Euro pro Woche. Der neue Preis beeinflusst ab dem 1. Juli auch die Bewertung der Tests, die auf Basis der Rechtsverordnung auf Veranlassung der Öffentlichen Gesundheitsdienste gemacht würden. Der Preis von 50,50 Euro, der in der Rechtsverordnung stehe, werde entsprechend abgesenkt. Im Ergebnis werde für den selben Test gleich viel gezahlt, egal, ob er vom Öffentlichen Gesundheitsdienst, von einem niedergelassenen Arzt oder in einem Krankenhaus veranlasst wurde, so der Kassendachverband.

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