Preissprung bei Versandapotheken

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Berlin - Angebot und Nachfrage: Während die Apotheken vor Ort sich bemühen, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die Versorgung zu sichern, nehmen die Versender das schnelle Geschäft mit. Die gestiegene Nachfrage führt zu gestiegenen Preisen, wie eine Analyse der Marketingagentur Dr. Kaske zeigt.

Ein Apotheker aus Nordrhein-Westfalen staunte nicht schlecht, als er in den vergangenen Tagen die Preise der Konkurrenz im Netz unter die Lupe nahm. Das vermeintliche Sonderangebot für Bronchipret – war das nicht der Listenpreis? Er schaute sich weiter um und kam zu dem Ergebnis, dass vielfach die Preise angehoben worden waren. Die Sonderangebote lagen oft nur noch wenige Cent unter dem Listenpreis. Sein Fazit: „Eine interessante Perspektive auf den Arzneimittelmarkt – Stichwort: Gewinnmitnahme.“

Und tatsächlich: Eine Analyse der Marketingagentur Dr. Kaske aus München bestätigt seine Eindrücke: Viele Preise liegen deutlich über dem Vorjahreswert:

  • Paracetamol Stada: plus 75 Prozent
  • Sterillium: plus 52 Prozent
  • Grippostad: plus 27 Prozent
  • Unizink: plus 26 Prozent
  • ACC: plus 16 Prozent
  • Paracetamol Hexal: plus 16 Prozent
  • Paracetamol Ratiopharm: plus 14 Prozent
  • Neo-Angin: plus 11 Prozent

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