Trotz Impfstoff-Engpass

Kein Einzelimport von Sputnik V

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Berlin -

Der Corona-Impfstoff ist nach wie vor knapp und die Lage könnte sich infolge des Impfstopps mit AstraZeneca weiter verschärfen. Umso intensiver wird nach Alternativen gesucht. Der Einzelimporteur Ilapo erhält immer wieder Anfragen von Apotheken, die den russischen Impfstoff Sputnik V beschaffen wollen. Doch Ilapo-Chefin Sabine Paukert winkt ab: Einzelimporte von Corona-Impfstoffen seien zurzeit nicht möglich – und das sei auch gut so.

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist von der europäischen Arzneimittelagentur EMA noch nicht zugelassen. In den EU-Mitgliedsstaaten Ungarn, der Slowakei und Tschechien die Vakzine bereits auf dem Markt oder es laufen Zulassungsverfahren bei den nationalen Behörden.

Trotzdem kann der Impfstoff Paukert zufolge auch aus diesen Ländern nicht per Einzelimport nach Deutschland kommen. „Die Regierungen halten die Hand auf die Verteilung der Impfstoffe und ich halte das auch für sinnvoll“, sagte die Ilapo-Chefin gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Theoretisch möglich sei ein Import, wenn der Impfstoff frei auf dem Markt verfügbar sei. Aber Paukert würde auch in dieser Konstellation lieber die Finger davon lassen: „Man müsste nämlich prüfen, ob überhaupt keine Ware verfügbar ist. Und es gibt ja ein staatliches Impfprogramm. Es ist ja nicht so, dass es gar keinen Impfstoff gibt, nur nicht genug für alle. Deshalb wäre ich vorsichtig bei dem Thema“, so Paukert.

 

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