FAQ zu AstraZeneca: Das sagen BMG und PEI

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Berlin - Die Unterbrechung der AstraZeneca-Impfungen wirft noch immer viele Fragen auf. Bundesgesundheitsministerium (BMG) und Paul-Ehrlich-Institut (PEI) haben daher neue FAQ veröffentlicht, in denen sie über die wichtigsten Fragen aufklären.

Vor allem die Frage nach dem „Warum“ kursiert seit dem Bekanntwerden des Impfstopps. Mittlerweile ist klar, dass er aufgrund von mehreren Fällen einer speziellen Form von schwerwiegenden Hirnvenen-Thrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen veranlasst wurde. Das PEI hatte die Empfehlung ausgesprochen, das BMG folgte dieser.

Als Grund für die Überprüfung gibt das BMG vor allem die Sicherheit des Impfstoffes an: „Impfung ist Vertrauenssache und kein Zwang. Jeder Impfling muss sicher sein, dass alle Informationen zum Impfstoff transparent und vollständig vermittelt werden und nichts zurückgehalten wird“, heißt es in den FAQ. Daher müssten auch seltene, aber gegebenenfalls schwerwiegende Nebenwirkungen sorgfältig geprüft werden.

Auftreten der Thrombosen zeigt „Muster“

Das PEI spricht beim Auftreten der Sinusvenenthrombosen von einem „Muster“: Betroffen waren vor allem Frauen jüngeren bis mittleren Alters. Die Fälle nach der Impfung mit der Vakzine von AstraZeneca seien statistisch signifikant höher als die Anzahl von Hirnvenenthrombosen, die normalerweise in der Bevölkerung auftreten. „Etwa ein Fall wäre zu erwarten gewesen, sieben Fälle waren gemeldet worden.“ Das BMG erklärt hierzu: „Trotz der hohen Zahl an Impfungen mit AZ (insgesamt 1,6 Mio) ist das überdurchschnittlich viel.“

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