Immunthrombozytopenie: Risiko auch bei anderen Impfstoffen?

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Berlin - Der Stopp der AstraZeneca-Impfungen schlägt weltweit große Wellen. Die Sorge vor möglichen Nebenwirkungen ist groß. Doch auch die anderen Impfstoffe könnten Risiken bergen: Die New York Times berichtete bereits Anfang Februar von einzelnen Fällen einer idiopathischen thrombozytopenischen Purpura (ITP), häufig auch als Immunthrombozytopenie bezeichnet, allerdings bei Moderna und Pfizer/Biontech. Auch hier sind die kausalen Zusammenhänge mit der Covid-Vakzine jedoch nicht abschließend geklärt.

Es handelt sich um wenige Fälle – dennoch gibt es sie. Die New York Times berichtet von einer 72-jährigen Frau, die einen Tag nach Erhalt der ersten Moderna-Dosis mit Blutergüssen an Armen und Beinen aufwachte. Außerdem litt sie an blutenden Bläschen im Mund. Die Diagnose im Krankenhaus lautet schwere Immunthrombozytopenie: Dabei handelt es sich um einen Mangel an Blutplättchen, wodurch es zu einer Beeinträchtigung der Blutgerinnung kommt.

Aufgrund der gleichen Diagnose starb im Januar ein 56-jähriger Geburtshelfer in Miami Beach. Er hatte drei Tage zuvor den Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten. Jegliche Behandlungsversuche, das Blutbild wieder ins Gleichgewicht zu bringen, waren erfolglos. Zwei Wochen später starb er schließlich an einer Gehirnblutung, wie die New York Times berichtet.

Klärung der Fälle dauert an

Ähnlich wie bei AstraZeneca ist auch bei diesen Fällen bislang nicht abschließend geklärt, ob die Veränderungen des Blutbilds mit der Corona-Impfung zusammenhängen. In den USA wurden unter 31 Millionen Menschen bis Ende Januar insgesamt 36 ähnliche Fälle dokumentiert – sowohl beim Impfstoff von Moderna wie auch von Pfizer. Die Fälle werden von der US-Arzneimittelbehörde FDA und den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) überprüft. Bislang seien die Raten jedoch nicht höher, als normalerweise in der US-Bevölkerung dokumentiert.

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