Italien wird Corona-Hotspot: „Pandemie nicht mehr vermeidbar“

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Berlin - Städte abgeriegelt, menschenleere Gassen, rasant steigende Infektionszahlen – diesmal nicht in China, sondern direkt vor unserer
Haustür: Italien wird von einem Covid-19-Ausbruch überraschenden Ausmaßes erfasst. Damit steigt auch das Risiko für Deutschland.

Beim Karneval in Venedig sind sie gerade wieder sehr präsent: die typischen Schnabelmasken, die Ärzte in Zeiten der Pest trugen, um sich zu schützen. Doch zunehmend bestimmt in Norditalien ein anderer Mundschutz das Straßenbild und eine ganz junge Seuche macht den Menschen Angst: Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 ist im Land. Wie großflächig es schon um sich gegriffen hat, lässt sich derzeit kaum absehen.

Es ist der weitaus schlimmste bekannte Ausbruch von Sars-CoV-2 in Europa. In der stark betroffenen Stadt Codogno waren viele Straßen am Wochenende menschenleer, die Stadt wirkte wie eine italienische Miniaturausgabe der abgeriegelten chinesischen Millionenstadt Wuhan. Unter den Infizierten ist auch mindestens ein Unilever-Beschäftigter, Mitarbeiter der lokalen Fabrik des Verbrauchsgüterkonzerns tragen auf der Straße Mundschutz – und immer mehr Anwohner tun es ihnen gleich. Etliche Schulen und Geschäfte sind geschlossen, zig Sportveranstaltungen und andere Großevents abgesagt. Für die Menschen Norditaliens ist die rasante Entwicklung kaum zu fassen, Angst greift um sich. Bis Mittwoch schien die Welt noch in Ordnung, nur drei Infektionen waren landesweit bekannt, alle drei wurden früh erkannt. Am Donnerstag folgte der Schock: Bei einem schwer erkrankten 38-Jährigen in einer Klinik in Codogno wurde das Virus nachgewiesen. Die italienischen Behörden reagierten schnell, stellten zig Menschen unter Quarantäne, veranlassten umfassende Tests auf das Virus bei Krankenhauspersonal, Verwandten, Arbeitskollegen und Freunden des Mannes.

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