Drastischer Anstieg neuer Virusfälle in China

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Berlin - Zuletzt war die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen etwas zurückgegangen, doch plötzlich werden wieder deutlich mehr Fälle in der Statistik erfasst. Hintergrund sind neue Kriterien dafür. Nach Kritik werden zudem zwei lokale Parteichefs abgelöst.

Eine neue Einstufung der Ansteckungen in der schwer vom Coronavirus Sars-CoV-2 besonders betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina hat zu einem drastischen Anstieg offiziell gemeldeter Fälle geführt. Die Zahl erfasster Todesfälle habe sich mit 242 innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt, berichtete die Gesundheitskommission der Provinz. Die Zahl neuer Infektionen in Hubei verzehnfachte sich im Vergleich zu den Tagen davor fast: Mehr als 14.800 Fälle kamen hinzu. Allein in Hubei gibt es damit nun gut 48.200 offiziell erfasste Infektionen, landesweit sind es mindestens rund 59.000.

Wie die Gesundheitskommission der Provinz Hubei mitteilte, wurde die Erfassung von Diagnoseergebnissen nach einer Untersuchung «überarbeitet». Patienten seien gemäß der neuen Klassifikation hinzugefügt worden. Demnach werden seit Donnerstag auch klinische Diagnosen in die Statistik bestätigter Fälle aufgenommen.

Wie die Zeitung „China Daily” unter Berufung auf chinesische Experten erläuterte, können Ärzte jetzt eine offizielle Diagnose stellen, die auf einer Kombination von Faktoren wie Lungenbildern, dem physischen Zustand und der epidemiologischen Vorgeschichte beruht. Bislang waren demnach nur Tests im Labor dafür maßgeblich. Mit diesem Verfahren waren aber wohl viele Erkrankungen erst nach drei oder vier Tests auch tatsächlich als Sars-CoV-2-Infektion erkannt worden.

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