FFP2-Aktionen: Bunte Masken und eine Spendenbox

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Berlin -

Nicht nur sich selbst, sondern auch anderen etwas Gutes tun – das ist das Motto vieler Spendenaktionen, die von zahlreichen Apotheken im Zuge der Maskenverteilung durchgeführt werden. Bei der Wahl der Einrichtungen und Organisationen sind keine Grenzen gesetzt: Kinder, Frauen und Bedürftige stehen besonders häufig im Fokus.

Die Idee mit dem Erwerb von Schutzmasken auch anderen zu helfen ist nicht neu. Bereits zu Beginn der Pandemie hatten viele Apotheken den Verkauf mit Aktionen für den guten Zweck verknüpft und dabei hohe Spendensummen erreichen können. Abgabe und Verkauf der FFP2-Masken bieten nun erneut ein großes Feld für verschiedene Hilfsaktionen.

In Elmshorn werden gleich zwei verschiedene Aktionen durchgeführt, wie Apotheker Johann Ulbricht erklärt. Zum einen werden pro eingelöstem Maskencoupon zwei Euro an den Kinderschutzbund gespendet. Insgesamt fünf Apotheken im Umkreis unterstützen die Aktion. Gemeinsam wird am Ende die Summe gespendet. Da jeden Tag zahlreiche Berechtigungsscheine in die Apotheke flattern, rechnet der Apotheker mit einer hohen Summe. „Da wird schon einiges zusammenkommen“, meint Ulbricht.

Spendenbox: Maske statt Geld

Doch die Flora Apotheke hat sich eine weitere Spendenaktion einfallen lassen. „Viele Kunden erhalten Berechtigungsscheine und brauchen sie eigentlich gar nicht“, erklärt der Apotheker. Einige seien so ehrlich und würden erklären, dass sie finanziell nicht auf die Coupons und die damit verbundenen kostenlosen Masken angewiesen seien. Deshalb kam man auf die Idee eine Spendenbox aufzustellen, in die neue und originalverpackte Masken eingeworfen werden können. „Wenn es grade ins Gespräch passt, sprechen wir die Kunden auch aktiv auf die Möglichkeit an.“ Die Aktion wird gemeinsam mit der Bahnhofsmission und der Diakonie durchgeführt. So sollen die Masken bei den Menschen landen, die nicht die finanziellen Mittel dazu haben und keine Coupons erhalten, weil sie beispielsweise keinen Versicherungsschutz besitzen.

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