Corona-Massentest in Südtirol gestartet

, Uhr

Berlin - Südtirol will mit einem dreitägigen Massentest die Corona-Welle schneller brechen. Zum Start strömen die Menschen in die Teststationen. Eine weitere Region Italiens probiert eine andere Form der Virus-Untersuchung aus – viel kleiner und noch einfacher. Auch in der Slowakei sind weitere Corona-Massentests geplant.

In Italien sind im Anti-Corona-Kampf ein Massentest in Südtirol und ein Versuch mit einem Schnelltest für zu Hause in Venetien angelaufen. Zum Auftakt der kostenlosen Massenuntersuchung in Südtirol bildeten sich lange Schlangen vor vielen Teststationen, wie Medien am Freitag berichteten. Die kleine Alpen-Provinz mit gut einer halben Million Menschen möchte bis zum Sonntag bei rund zwei Drittel der Bürger einen Abstrich machen. Der Antigen-Schnelltest ist freiwillig. Schon seit Wochenbeginn läuft im norditalienischen Venetien ein Versuch mit Corona-Testsets für den Hausgebrauch.

Die Landesregierung in Bozen will mit der dreitägigen Aktion unter dem Motto «Südtirol testet» Virusträger aufspüren, die nichts von ihrer Infektion ahnen. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. So soll die zweite Corona-Welle schneller gebrochen werden. Italien war in der ersten Welle im Frühjahr heftig getroffen worden. Nach einer Erholung im Sommer sind die Ansteckungszahlen jetzt – auch im Vergleich zu Deutschland ­– wieder hoch.

Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte die Bürger mehrfach zur Teilnahme aufgerufen. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass bis zum Sonntag etwa 350.000 Menschen teilnehmen. Wer ein positives Ergebnis bekommt, aber beschwerdefrei ist, soll sich zehn Tage zu Hause isolieren. Mitmachen können Männer, Frauen sowie Kinder ab fünf Jahren. Es gibt knapp 200 Teststandorte. Das jeweilige Resultat soll nach spätestens einer halben Stunde vorliegen. Die Bürger können es sich per E-Mail oder Kurzmitteilung aufs Handy schicken lassen. Auf einer Internetseite veröffentlichten die Behörden erste Ergebnisse: Danach gab es bis Freitag 10 Uhr mehr als 24.000 Teilnehmer. Fast 600 Menschen wurden positiv getestet.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Finanzminister: Arzneimittel nur aus der Apotheke
Österreich: Corona-Boom für Arzneimittelfälscher »
OTC-Markt stabilisiert sich
Erkältungssegment zieht stark an »
„Fax, Karten und Konnektoren gemeinsam wegschmeißen“
Bild-Gipfel: E-Rezept und Vorsorge »
Weiteres
„Fax, Karten und Konnektoren gemeinsam wegschmeißen“
Bild-Gipfel: E-Rezept und Vorsorge»
Bärbel Bas als Bundestagspräsidentin
Gesundheitspolitikerin führt den Bundestag»
Koalitionsverhandlungen
Geheimsache Gesundheitspolitik»