Bayern und BaWü: Aus 3G wird 3G+

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Berlin -

Statt auf eine landesweite 2G-Regelung wollen Bayern und Baden-Württemberg auf eine 3G+-Regel setzen: genesen, geimpft oder PCR-getestet. Die einfachen Antigen-Schnelltests reichen dann als Eintrittskarte für Kino, Café & Co. nicht mehr aus.

Eigentlich sollte der bevorstehende Winter mit der 3G-Regel „gestemmt“ werden. Doch nun zeichnet sich ab, dass die geringe Impfquote zu ausgelasteten Intensivstationen führt. In Baden-Württemberg sind aktuell alle intensivmedizinisch behandelten Patient:innen ungeimpft. Für die Politik ein Warnschuss. Baden-Württemberg und Bayern wollen deshalb zukünftig auf 3G+ setzen. Der einfache Antigen-Schnelltest soll dann nicht mehr ausreichen, um Einlass in Schwimmbäder & Co. zu erhalten. Nur wer einen weniger als 24 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegt, erhält bei nichtvorhandener Impfung oder Genesung Zutritt.

Corona-Warnstufe für BaWü

In Baden-Württemberg gilt jetzt die Corona-Warnstufe. Diese wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 8,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Damit werden die Corona-Regeln nun für diejenigen verschärft, die weder geimpft noch genesen sind. Innerhalb der Warnstufe dürfen für den Innenbereich, Sportstätten und Schwimmbäder nur noch PCR-Tests anerkannt werden.

Ab einem Wert von 12,0 gilt übrigens die höhste Stufe, die Alarmstufe. Diese wird auch dann ausgerufen, wenn die Auslastung der Intensivbetten den Wert von 390 überschreitet. Dann gilt beispielsweise auf Weihnachtsmärkten und bei öffentlichen Veranstaltungen die 2G-Regel.

Söder für Antikörpertests

Auch Bayern erwägt ähnliche Schritte. In vielen Regionen des Landes liegen die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei über 400. Die Krankenhäuser sind teilweise an ihren Kapazitätsgrenzen und können keine neuen Patient:innen mehr aufnehmen. „Die vierte Welle Corona rollt durch Deutschland und auch ganz besonders durch Bayern,“ mahnt Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Dieser äußerte sich bereits zu bevorstehenden verschärften Corona-Regeln: Neben der PCR-Testpflicht sieht er auch den Bedarf an Antikörpertests für alle. Jeder, der ein Angebot erhält, sollte sich überdies ein drittes Mal impfen lassen. Zugleich plädierte er für eine bundeseinheitliche Regelung: „Wir müssen eine gemeinschaftliche Linie in der Corona-Bekämpfung haben.“

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