Dahmen fordert flächendeckende 2G-Regeln

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Berlin -

Der Gesundheitsexperte der Grünen, Janosch Dahmen, hat sich im Kampf gegen die wieder eskalierende Corona-Pandemie für flächendeckende 2G-Regeln in Deutschland ausgesprochen. „Wir brauchen dringend 2G-Regeln in diesem Land, und zwar flächendeckend – nicht nur in Baden-Württemberg”, sagte Dahmen in der Sendung „Frühstart” von RTL/n-tv. 2G bedeutet, dass zu bestimmten Orten nur noch Geimpfte und im letzten halben Jahr Genesene Zutritt bekommen und für Ungeimpfte Tests nicht ausreichen.

In Baden-Württemberg gilt: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss nun für zahlreiche Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen einen teuren PCR-Test vorweisen. Auch die Kontaktbeschränkungen kehren zumindest für Ungeimpfte wieder zurück. So sind Treffen für sie ab sofort auf einen Haushalt und fünf weitere Personen beschränkt. Sachsen will an diesem Freitag eine 2G-Regelung für Gastronomie und Veranstaltungen beschließen. Grund ist der Anstieg der Zahl an Covid-Patienten auf Intensivstationen.

Die 2G-Regel sei ein entscheidender Hebel, allerdings müsse sie auch konsequenter kontrolliert werden, sagte Dahmen. Zu oft würden die QR-Codes nur „aus großer Ferne” angeschaut.

Er forderte auch eine Impfpflicht für Menschen, die mit vulnerablen Gruppen arbeiteten, zum Beispiel in Alten- oder Pflegeheimen. „Ich sehe eine berufsgruppenspezifische Impfpflicht als richtig an. Im Moment muss man aber so ehrlich sein, dass dafür keine politischen Mehrheiten im Deutschen Bundestag zu finden sind”, so Dahmen.

Bei der Frage nach kostenlosen Corona-Tests gehen die Meinungen auseinander. Dahmen sprach sich gegenüber „Business Insider” für die Wiedereinführung der Kostenfreiheit aus, auch FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki hatte zuvor eine Kostenübernahme durch den Staat gefordert. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht dagegen keinen Anlass für eine Veränderung der Teststrategie: „Es ist richtig, dass die Tests kostenpflichtig sind. Dadurch gibt es weiter einen Impfanreiz für die vielen Ungeimpften”, so Lauterbach zu „Business Insider”.

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