Wieder Warteschlangen vor Impfzentren | APOTHEKE ADHOC
Nachfrage nimmt wegen 2G zu

Wieder Warteschlangen vor Impfzentren

, Uhr
Berlin -

Mit dem starken Anstieg der Corona-Zahlen wächst auch die Nachfrage nach Impfungen wieder. Entsprechende Beobachtungen gibt es aus verschiedenen Bundesländern.

In Sachsen seien die 30 mobilen Impfteams an der Belastungsgrenze, erklärte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Montag auf Anfrage. Statt der geplanten 3000 Impfungen seien am Samstag 4500 verabreicht worden. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) will die Kapazität dieser Impfteams verdoppeln.

In Baden-Württemberg meldete die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ebenfalls neues Interesse an Corona-Impfungen. Deren Zahl sei in den vergangenen vier Wochen kontinuierlich gestiegen. Lag sie den Angaben zufolge Anfang Oktober noch bei 85.000 Dosen in einer Woche, so stieg sie auf zuletzt 107.000. Davon waren in der vergangenen Woche rund 65.000 Erst- und Zweitimpfungen und 42.000 Mal Auffrischimpfungen.

Nach DRK-Angaben ist auch in Berlin die Nachfrage nach Corona-Impfungen in den beiden noch offenen Impfzentren Messe und Flughafen Tegel zuletzt wieder gestiegen. Seit gut einer Woche sei in den Impfzentren und bei den mobilen Impfteams ein deutlicher Anstieg zu sehen, sagte der Berliner DRK-Präsident Mario Czaja der Berliner Morgenpost. Gefragt seien vor allem Booster-Impfungen, die Auffrischung für Menschen, die schon vollständig geimpft waren. Am Montag gab es sogar lange Warteschlangen.

Sachsen hatte mit einer Inzidenz von 491,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage am Montag den höchsten Wert bundesweit. Wegen der dramatischen Entwicklung gilt dort nun die sogenannte 2G-Regel unter anderem für Gaststätten. Das heißt, nur Genesene und Geimpfte haben Zutritt, ein negativer Test reicht nicht. Auch in Baden-Württemberg und in Berlin steht die 2G-Regel zur Debatte. Ob solche Einschränkungen für Ungeimpfte oder aber die steigenden Fallzahlen die Nachfrage nach Impfungen beleben, ist unklar.

Niedersachsen lag mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 104,7 am Montag weit unter dem Bundesdurchschnitt von 201,1. Auch dort wächst jedoch die Nachfrage nach Impfungen. In der vergangenen Woche seien deutlich mehr Menschen geimpft worden als in der Vorwoche, erklärte die KV. Die Zahl stieg von knapp 70.000 auf rund 110 000. Vor allem Auffrischungsimpfungen nähmen Fahrt auf, aber auch Erst- und Zweitimpfungen nähmen zu. Die KV geht davon aus, dass Regeln wie 2G dazu führen, dass sich manche Menschen nun doch für eine Corona-Impfung entscheiden.

Bundesweit sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mittlerweile 58 Millionen Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das entspricht bei den Erstimpfungen einer Quote von 69,7 Prozent der Bevölkerung. Den vollständigen Impfschutz haben demnach 55,8 Millionen Menschen, also 67,1 Prozent der Bevölkerung. Rund 2,7 Millionen Menschen haben laut RKI schon eine Auffrischung erhalten.

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