Aufsicht kontrolliert Corona-Sicherheit in Apotheken

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Berlin - Plexiglas und Maskenpflicht – die Corona-Pandemie hat das Erscheinungsbild in Apotheken maßgeblich verändert. Und die Inhaber tun gut daran, auf eine strenge Durchsetzung der neuen Sicherheitsvorschriften zu achten. Denn Apothekenberater Ralf Kellner zufolge müssen die Apotheken aktuell damit rechnen, dass sie vermehrt von Pharmazierräten, Amtsapothekern oder der Berufsgenossenschaft Besuch erhalten.

Der Inhaber trägt als Arbeitgeber die Verantwortung für den Arbeitsschutz in seinem Betrieb. „Das gilt derzeit nicht nur für den Umgang mit Gefahrstoffen, sondern auch für Abwehrmaßnahmen des Coronavirus“, erinnert Kellner. Und die Umsetzung der Maßnahmen werde durchaus kontrolliert, berichtet Kellner aus seiner Tätigkeit als Berater. Die Berufsgenossenschaft (BG) könne unangekündigt Kontrollen in Apotheken durchführen. Und ein Pharmazierat mit „BG-Schein“ prüfe die Umsetzung der Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen einer Revision.

Die Maßnahmen sollen in erster Linie Mitarbeiter und Kunden vor einer Infektion schützen. Eine Missachtung der Vorkehrungen kann im Fall einer Erkrankung eines Mitarbeiters aber auch finanzielle Folgen haben. Kommt es während der Arbeitszeit in einer Apotheke zu einer Infektion, muss unter Umständen die Berufsgenossenschaft (BG) für die Behandlungskosten und eventuelle Spätfolgen aufkommen. „Wurden aber die Arbeitsschutzmaßnahmen nicht eingehalten, kann es zu Problemen mit der Berufsgenossenschaft kommen“, warnt Kellner.

Zwar lässt sich der Zeitpunkt einer Corona-Infektion kaum genau bestimmen, es spricht Kellner zufolge aber einiges dafür, dass von einem Arbeitsunfall ausgegangen wird. Das liege meist schon im Interesse des Mitarbeiters, damit die Berufsgenossenschaft einspringt und zum Beispiel eine anschließende Kur übernehme. Die BG könne die Zahlung aber verweigern, wenn der Inhaber keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen habe – im Beamtendeutsch wäre das eine Nichtumsetzung der Obliegenheitspflichten.

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