Zweiter Anlauf

Rahmenvertrag: Das ist neu Nadine Tröbitscher, 02.01.2020 07:56 Uhr

Berlin - Weitere Nachbesserungen beschlossen: Seit Juli ist der neue Rahmenvertrag in Kraft. Zum Jahreswechsel wurde erneut nachjustiert. GKV-Spitzenverband und Deutscher Apothekerverband (DAV) haben eine zweite Änderungsvereinbarung getroffen. Geklärt sind unter anderem das Problem der parallel vertriebenen Originale und das Vorgehen bei Ersatzverordnungen.

Parallel vertriebene Originale

Parallel vertriebene Originale hatte beim neuen Rahmenvertrag offenbar niemand auf dem Zettel. Die Arzneimittel mit mehreren Originalherstellern wurden folglich dem generischen Markt zugeordnet, obwohl es gar keine Generika gibt, da noch Patentschutz besteht. Blieb also nur die Abgabe eines Reimportes, allerdings wurde dieser für die Importquote nicht berücksichtigt. Jetzt wurde nachgebessert und der Rahmenvertrag um den Punkt „Mehrfachvertrieb und Parallelarzneimittel“ erweitert. Beispiele sind Januvia/Xelevia, Janumet/Velmetia, Galvus/Jalra, Eucreas/Icandra und Vocado/Sevikar mit je zwei Herstellern sowie Foster/Kantos und Daivobet/Xamio, für die es nur einen Hersteller gibt.

Ein Mehrfachvertrieb liegt dann vor, „wenn ein patentgeschützter Wirkstoff durch einen oder mehrere pharmazeutische Unternehmer unter verschiedenen Handelsnamen vertrieben wird, ohne dass diese Arzneimittel die Voraussetzungen für eine Klassifikation als Importarzneimittel erfüllen“. Arzneimittel im Mehrfachvertrieb können als Parallelarzneimittel bezeichnet werden.

Was bedeutet das für die Arzneimittelabgabe? Liegt ein Rabattvertrag vor, hat dieser Vorrang. Wurde kein Zuschlag vergeben oder ist der Rabattpartner nicht lieferbar, ist nur das preisgünstigste der Parallelarzneimittel oder ein Importarzneimittel zum verordneten Arzneimittel oder dem Parallelarzneimittel abgabefähig, vorausgesetzt es nicht teurer als das preisgünstigste Parallelarzneimittel. Außerdem darf das gelieferte Arzneimittel nicht teurer sein als das verordnete. Für die Ermittlung des Preises im Rahmen der Anwendung des Wirtschaftlichkeitsgebots sind sämtliche gesetzlichen Rabatte zu berücksichtigen.

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