Betriebsergebnis

Profit der Anderen: Apothekengewinn legt zu Lothar Klein, 16.11.2018 07:44 Uhr

Berlin - Auch ohne das Rx-Versandverbot geht es den Apotheken wirtschaftlich so gut wie schon lange nicht mehr. Im ersten Halbjahr 2018 stieg das Betriebsergebnis einer durchschnittlichen Apotheke vor Steuern um 6000 Euro. Das geht aus Zahlen der Treuhand Hannover hervor, die derzeit auf Mitgliederversammlungen von Kammern und Verbänden vorgestellt werden. Das Problem: Ein Viertel des Umsatzplus stammt aus Schließungen von anderer Apotheken.

Nach den aktuellen Treuhandzahlen wuchs der Umsatz einer durchschnittlichen Apotheke in den ersten sechs Monaten um 41.000 Euro (plus 3,7 Prozent). Davon stammen 10.000 Euro Zuwachs aus dem OTC- und Freiwahl-Geschäft – plus 3,8 Prozent. Der Umsatz mit Rx-Arzneimittel legte im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent oder 31.000 Euro zu. Laut Treuhand geht allerdings ein Viertel der Umsatzplus auf „schließungsbedingte, brancheninterne und kostenträgerneutrale Umsatzumverteilung“ zurück. Nach Angeben der ABDA sank im Jahr 2017 die Zahl der Betriebsstätten um 327 auf 19.696. Im ersten Halbjahr 2018 setzte sich der Sinkflug fort: 157 weitere Apotheken gaben auf. Damit dürfte sich ein Umsatz von geschätzt knapp 800 Millionen Euro auf die übrigen Apotheken verteilen.

Auf der andere Seite stiegen allerdings auch der Wareneinsatz um 3,7 Prozent oder 32.000 Euro. Für Personal gab eine durchschnittliche Apotheke 3000 Euro oder 2,1 Prozent mehr aus. Die übrigen Betriebskosten stiegen um 1,1 Prozent oder 1000 Euro. Nach dieser Rechnung verbesserte sich der Betriebsgewinn vor Steuern unter dem Strich um 6000 Euro. Das ist das beste Wert der letzten Jahre.

Hochrechnen auf das Gesamtjahr lässt sich der positive Trend des ersten Halbjahrs nach Angaben der Treuhand aber nicht ohne Weiteres. Investitionen beispielsweise für Securpharm könnten erst im zweiten Halbjahr erfolgen. Außerdem könne man den Umsatzverlauf nicht abschätzen. Andererseits könnte eine Erkältungswelle im Herbst/Winter für weiteren Zuwachs sorgen. Auch ein deutliches Plus des Betriebsergebnisses auf das ganze Jahr gerechnet erscheint daher möglich.

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